ASFINAG: Gesamtverkehrsfreigabe Roppener Tunnel auf der A 12 Inntal Autobahn

130 Mio EUR in die Erhöhung der Verkehrssicherheit investiert

Wien (OTS) - Der Vollausbau des Roppener Tunnels auf der A 12
Inntal Autobahn findet mit der Gesamtverkehrsfreigabe am 17. Dezember 2010 nach knapp fünfjähriger Gesamtbauzeit seinen Abschluss. 130 Mio. EUR investierte die ASFINAG in die Erhöhung der Verkehrssicherheit mit dem Bau der zweiten Röhre sowie der Adaptierung und Sanierung der Bestandsröhre. "Es ist dies ein Meilenstein im Sinne der Erhöhung der Verkehrssicherheit im Allgemeinen und der Tunnelsicherheit im Speziellen", betonen die ASFINAG-Vorstandsdirektoren DI Alois Schedl und Dr. Klaus Schierhackl. "Mit dem Vollausbau des bislang einröhrigen Tunnels Roppen wird künftig der Verkehrsfluss verbessert und Frontalzusammenstöße können vermieden werden."

Der Bau von zweiten Tunnelröhren bildet nachhaltig das wirksamste Mittel, um die Verkehrsrisiken im Tunnel zu minimieren. Mit den Ausbaumaßnahmen im Roppener Tunnel - allein für die Sanierung der Bestandsröhre wurden 14 Mio. EUR investiert - wurde insbesondere die Möglichkeit der Selbstrettung und Hilfeleistung durch Einsatzkräfte im Anlassfall optimiert. Nunmehr stehen insgesamt 23 Querverbindungen zwischen den Tunnelröhren zur Verfügung - davon sind 7 mit Einsatzfahrzeugen befahrbar. 26 Notruf- und 46 Feuerlöschnischen sind alleine in der gerade sanierten Bestandsröhre vorgesehen, um eine möglichst hohe Anzahl an Sicherheitseinrichtungen zur Verfügung stellen zu können.

Der Roppener Tunnel entspricht nun den neuesten Anforderungen der Richtlinien und Vorschriften für das Straßenbauwesen (kurz RVS), ist auf dem modernsten Stand der Technik und gehört somit zu den sichersten Tunnels in Österreich. Dazu Landeshauptmann Günther Platter: "Es freut mich, dass wir heute die Gesamtverkehrsfreigabe für beide Fahrtrichtungen des Roppener Tunnels feiern dürfen. Der Ausbau des Roppener Tunnels zu einem modernen, zweiröhrigen Tunnelsystem ist ein ungeheure Erhöhung der Sicherheit auf der A12 und für die Anrainergemeinden eine nicht mehr wegzudenkende Entlastung."

Portalgestaltung: Einklang künstlicher und natürlicher Landschaften

Ziel der neuen Portalgestaltung war, den bestehenden Portalbereich mit dem neuen Portal der zweiten Tunnelröhre zu einem harmonischen Ganzen zusammen zu fügen. Für diese Aufgabe hat die ASFINAG einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Architekten lösten diese Anforderung, die beiden Portale nicht nur miteinander zu verbinden, sondern sie in die gebirgige Landschaft ästhetisch einzubinden, ganz hervorragend. Erreicht wurde diese gelungene Gestaltung durch eine Stahlkonstruktion, die beide baulichen Elemente überspannt und dadurch ein optisch einheitliches Erscheinungsbild vermittelt.

Luftqualität wird durch Richtungsverkehr bereits verbessert

Durch die getrennten Verkehrsströme werden nun wesentliche Verbesserungen bei der Luftqualität spürbar: Anders als beim Gegenverkehr in einer Röhre, wo die von den Fahrzeugen bewegten Luftmassen ständig "kollidieren", entstehen nun weniger Aufwirbelungen und dadurch eine spürbare Entlastung.

Durch die erhöhte Kapazität entfallen zukünftig Staus zu den Spitzenverkehrszeiten und der Verkehrsfluss harmonisiert sich im Gesamten. Dies führt ebenfalls zu einer Verringerung der Emissionen und des Energieverbrauchs der Fahrzeuge. Zusätzlich sorgt die Umwelt-Verkehrsbeeinflussungsanlage direkt im Bereich nach dem Roppener Tunnel durch eine Angleichung der Höchstgeschwindigkeit für weniger Emissionen.

Mit der Errichtung der zweiten Röhre für den Roppener Tunnel und der Generalsanierung der Bestandsröhre setzt die ASFINAG ihre Tunnelsicherheitsoffensive konsequent fort. "Als Dienstleistungsunternehmen sind wir unseren Kunden eine gute und sicher ausgebaute Infrastruktur schuldig. Durch den Vollausbau des Roppener Tunnels garantieren wir unseren Verkehrsteilnehmern optimale Qualität und Sicherheit", betonen die ASFINAG Vorstandsdirektoren Schedl und Schierhackl.

Tunnelsicherheit groß geschrieben

Die Überwachung und Steuerung der gesamten Tunnelanlage erfolgt durch die zentrale Überwachungszentrale St. Jakob am Arlberg. Die Warte ist 7 Tage die Woche jeweils 24 Stunden mit geschultem Personal besetzt, das im Ernstfall sämtliche notwendige Schritte - von der Rot-Schaltung des Tunnels bis zur Alarmierung von Einsatzkräften -sofort einleitet. Beide Röhren des Roppener Tunnels sind zu diesem Zweck mit modernster Videotechnik und einer Vielzahl an Sensoren ausgestattet, die unter anderem Trübsicht-Werte überwachen oder Brandfälle detektieren.

Daten und Fakten

Gesamtlänge Baulos Roppen: ca. 5 km

Chronologie der wichtigsten Eckdaten:

Spatenstich Baulos Roppener Tunnel sowie
Baubeginn Pigerbachbrücke: 07. Oktober 2005

Baubeginn Neubauröhre (2. Röhre): 27. Juli 2006
Bergmännischer Durchschlag: 30. Oktober 2007
Verkehrsfreigabe: 25. September 2009
Länge: 5.097,22 m
32 Notrufnischen
27 Feuerlöschnischen
7 Abstellnischen
23 Querschläge (davon 16 begehbare + 7 befahrbare)

Sanierungsbeginn Bestandsröhre (1. Röhre): 25. September 2009 Länge: 5.100,00 m
26 Notrufnischen (davon 14 bestehende + 12 neue)
46 Feuerlöschnischen (davon 19 bestehende + 27 neue)
7 Abstellnischen (davon 3 bestehende + 4 neue) Gesamtverkehrsfreigabe: 17. Dezember 2010
Gesamtkosten Vollausbau: netto ca. Euro 130 Mio.

Eckdaten Sanierung Bestandsröhre Roppener Tunnel:
- 200 Kilometer Elektrokabel wurden eingebaut
- 40.000 m2 Betonfahrbahn allein in der Bestandsröhre
- 52.000 m2 Tunnelbeschichtung aufgebracht - davon 5.000 m2 Emaille-Paneele
- Demontage von 45 Tonnen Elektrokabel

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