Bundesinnungsmeister Pinter: Historischer Sieg für markenunabhängige Uhrmacher

Der EuGH ergreift für die Branche Partei und fordert Kartellverfahren wegen Einstellung der Versorgung unabhängiger Uhrmacher mit Ersatzteilen

Wien (OTS/PWK996) - Die Uhrmacher in Europa - eine überwiegend kleinstrukturierte Branche - konnten diese Woche einen historischen Erfolg für sich verbuchen: Der Europäische Gerichtshof hat die EU-Kommission angewiesen, ein Kartellverfahren einzuleiten und den Bereich der Uhrreparaturen zu untersuchen. CEAHR, der europäische Uhrmacherverband und Mitglied der UEAPME, hat bei der Kommission eine Beschwerde darüber eingereicht, dass einige wichtige Schweizer Markenhersteller von Uhren die Versorgung unabhängiger Uhrmacher mit Ersatzteilen eingestellt haben. Dadurch werden die Kunden gezwungen, Reparaturen nur bei markengebundenen Firmen vornehmen zu lassen. Dieses Ausnutzen der Marktposition der Hersteller drängt kleine Uhrmacher unerbittlich vom Markt.

Die EU-Kommission entschied ursprünglich, den Fall nicht weiter zu verfolgen, da die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors als begrenzt eingestuft wurde. Dieser Auffassung wurde diese Woche durch den Europäischen Gerichtshof widersprochen und ein Verfahren eingeleitet. Hans Joachim Pinter, der Bundesinnungsmeister der Uhrmacher in der WKÖ, zeigt sich über diese Entwicklung erfreut: "Die Mitgliedschaft der österreichischen Uhrmacher beim Europäischen Verband CEAHR hat sich damit als wichtig und effizient erwiesen". (JR)

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