Gemüse im Winter: Gut fürs Immunsystem, aber schlecht fürs Klima?

Wien Energie Fernwärme zeichnet Simmeringer Gärtner als Klimaschutzpartner aus

EINMODERATION (Wien) (OTS) - Beißend kalte Temperaturen, Schnee
auf den Bergen und nur mehr wenige Tage bis Weihnachten. Der Winter hat uns wieder. Angeheizt wird da nicht nur der Kamin im Wohnzimmer, sondern auch der Küchenherd für den Festtagsschmaus zu den Feiertagen. Dass das nicht nur Braten, Fisch und Geflügel, sondern auch entsprechend vitaminreiches Gemüse oder Salat kredenzt werden soll, sagen uns die Gesundheitsexperten. Aber nicht nur die.

REDAKTEURSTEXT

Auch ein Blick in die Kochbücher der guten Wiener Hausmannskost verrät, was sich zu Weihnachten gut macht. Wir fragen nach bei einem der's weiß. Beim Präsidenten der Wiener Landwirtschaft, Franz Windisch:

OT01 00:00sec WINDISCH Gemüse-Tipps im Winter [Einen Rollbraten...]

Aber im Winter? Frische Ernte bei Schnee und Eis bedeuten für viele Konsumenten schlechtes Gewissen beim Einkauf. Gemüse aus südlichen Ländern kaufen, das mit hohem Treibstoff- und Transportaufwand nach Österreich gekarrt wird? Gut für's Immunsystem, aber schlecht für's Klima? Umweltforscherin Gudrun Weinwurm von der Technischen Universität Wien erklärt, worauf es bei klimagerechten Produkten ankommt:

OT02 00:23sec WEINWURM Klimaneutralität [Also, es gibt...]

Gemüse aus Österreich mit kurzen Transportwegen in den Supermarkt fällt im Winter wohl auch aus. Denn im Glashaus wird jede Menge Energie verheizt - glauben viele. Zu Unrecht, sagt die Wissenschaft, denn: Es kommt auf die Art der Heizung im Glashaus an. Die Simmeringer Gärtnereien setzen auf Fernwärme und beheizen damit fast die Hälfte aller Glashäuser Österreichs. Thomas Irschik, Geschäftsführer der Wien Energie Fernwärme , erklärt, wie's geht:

OT03 00:41sec IRSCHIK Prinzip Fernwärme [Man heizt das...]

In diesem Wärme-Kreislaufprinzip eröffnet sich nun eine spannende Möglichkeit. Die schon einmal "gebrauchte Fernwärme" aus Wiener Wohnhäusern ist für das Glashaus noch immer warm genug und erzeugt eine Art "Sonderklimazone" über den Gärten Simmerings:

OT04 01:08sec IRSCHIK Sonderklimazone Gärtnerei [Bei den Simmeringer...]

Wer auf einem Wiener Markt frische Blattsalate, Radieschen oder geschmackvolle Kräuter für den Festtagschmaus einkauft, kann das also mit ruhigem Gewissen tun. Denn die Wiener Gärtner haben nicht nur einen "Grünen Daumen", sondern auch eine Grüne Energiebilanz, die von der TU Wien bestätigt wird. Umweltforscherin Weinwurm rechnet vor.

OT05 01:28sec WEINWURM Klimaneutrales Radieschen [Ein Wiener...]

Binnen Stunden von der Ernte auf den Tisch - denn geliefert wird "ums Eck" - auch im niederösterreichischen Umland. Und das zu jeder Jahreszeit, sagt Landwirtschaftskammer-Präsident Windisch:

OT06 01:51sec WINDISCH Gemüse aus der Region [Die Frischegarantie...]

Das vorbildlich gezogene Simmeringer Gemüse ist jetzt offiziell mit dem Titel "Wien Energie Fernwärme-Klimaschutzpartner" geadelt worden. Ein Signal an alle Gemüsefans und eine Anerkennung für die massive Einsparung von schädlichem CO2-Ausstoß, sagt TU Wien-Expertin Gudrun Weinwurm:

OT07 02:11sec WEINWURM CO2-Einsparung [Wenn die Simmeringer...]

Der Fernwärme-Versorgungsgrad in Wien ermöglicht es der Stadt schon heute 1,9 Mio Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr zu vermeiden. Thomas Irschik hat aber noch höhere Ziele:

OT08 02:27sec IRSCHIK Klimaschutz Wien [Jeder Fernwärme-Anschluss...]

Bleiben wir bei den guten Vorsätzen: Gegen das gesunde Festmahl zu Weihnachten spricht jetzt also nicht einmal mehr das schlechte Klimagewissen. Für die - trotz allem - standfesten Gemüseverweigerer hält Wiens Chef-Landwirt Windisch dennoch einen Tipp für die "gute Klima-Tat" zu Weihnachten parat:

OT09 02:57sec WINDISCH Geschenkidee [Ja, Freude - durch...]

Klimagerechte "Weiße Weihnachten" können kommen!

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