• 16.12.2010, 13:32:01
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Salzburg AG muss im öffentlichen Eigentum bleiben

Burgstaller, Haslauer und Schaden: Bekenntnis zur öffentlichen Energieversorgung und Dienstleistung

Salzburg (OTS) - "Stadt und Land Salzburg werden einen möglichen
Ausstieg der Energie AG aus der Salzburg AG sehr aufmerksam
verfolgen. Sollte die Energie AG tatsächlich reale Verkaufsabsichten
be-kannt geben, wären Stadt und Land Salzburg jedenfalls als erste
Ansprechpartner in Verhandlungen einzubinden." Das betonten
Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, Landeshauptmann-Stellvertreter
Dr. Wilfried Haslauer und Salzburgs Bürgermeister Dr. Heinz Schaden
heute, Donnerstag, 16. Dezember. Landeshauptfrau Burgstaller kündigte
an, dass sie mit Energie-AG-Generaldirektor Dr. Leopold Windtner
Kontakt aufnehmen werde. "Ich will aus erster Hand über mögliche
Verkaufspläne der Energie AG informiert werden", so Landeshauptfrau
Burgstaller.

Nach Medienberichten stellt die Energie AG die Werthaltigkeit von
verschiedenen Beteiligungen in Frage, da etwa das bei der Salzburg AG
investierte Geld "nur wenige Früchte" trage. Die Unternehmenspolitik
der Salzburg AG, bewusst auf moderate Strompreise zu setzen, sei dem
Anteilseigner Energie AG immer bekannt gewesen, hielt man dazu in
Salzburg fest. Konsumen-ten in Ländern, in denen bereits ausländische
Stromkonzerne substanzielle Anteile halten, haben damit keine guten
Erfahrungen gemacht: Die Preise sind überall gestiegen.

"Für uns ist die Salzburg AG ein wichtiger strategischer
Energieversorger mit dem Ziel, beste Leistungen für die Konsumenten
zu marktwirtschaftlichen, aber günstigen Konditionen anzubie-ten",
hielten Landeshauptfrau Burgstaller und Bürgermeister Schaden
übereinstimmend fest. Die Salzburg AG liege bei den österreichischen
Energiepreisen im unteren Drittel.

Die kolportierten Aussagen Windtners erscheinen aus Salzburger
Sicht unverständlich, da die Energie AG seit Jahren ein verlässlicher
Partner war, der die Unternehmenspolitik und Strate-gie der Salzburg
AG immer mitgetragen hat. Erst vor wenigen Wochen, zum
Zehn-Jahres-Jubiläum der Salzburg AG, hatte sich Windtner nochmals
ausdrücklich zum Unternehmen bekannt. Im Verhältnis zur
Unternehmensgröße schüttet die Salzburg AG eine vergleichbare
Divi-dende wie die Energie AG aus. Landeshauptfrau Burgstaller führt
daher die aktuelle Entwicklung eher auf innerbetriebliche
wirtschaftliche Vorkommnisse der Energie AG zurück. "Diese Probleme
dürfen aber nicht auf dem Rücken der Salzburg AG ausgetragen werden.
Hier geht es auch um gesellschaftliche Verantwortung."

Haslauer: Auch das Wohl der Kunden im Fokus haben

Mit Unverständnis reagierte Landeshauptmann-Stellvertreter
Haslauer auf Aussagen von Energie-AG-Generaldirektor Windtner, der in
einem Zeitungsinterview Unzufriedenheit über die Rendite der
Beteiligung an der Salzburg AG für die Energie AG geäußert und laut
über eine mögliche Veräußerung der Anteile der Energie AG nachgedacht
hat. "Ich halte aus unserer Sicht ganz klar fest, dass wir uns zur
Salzburg AG als Energieversorger und Dienstleister im öffentlichen
Eigentum bekennen; zu einem Energieversorger, der eine Versorgungs-
und Preispolitik macht und der auch das Wohl der Kunden und nicht die
bloße Gewinnmaximierung im Fokus hat. Ich erinnere daran, dass diese
Zielsetzung der Salzburg AG den oberösterreichischen Partnern immer
bekannt war und alle bisherigen Budgets der Salzburg AG einstimmig
beschlossen wurden. Umso mehr wundern mich diese Aussagen nach
jahrelanger guter Zusammenarbeit", sagte Haslauer.

Sollte die Energie AG tatsächlich über eine Veräußerung der
Anteile nachdenken, weist Haslauer darauf hin, "dass die Salzburger
Mehrheitseigentümer aus Stadt und Land selbstverständlich ein
Vorkaufsrecht für die Anteile der Energie AG haben. Bevor es zu einer
Beteiligung durch einen ausschließlich an Gewinnmaximierung
orientierten ausländischen Stromerzeuger kommt, muss zuerst mit
Salzburg verhandelt werden."

Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at

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