- 16.12.2010, 10:49:21
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Kulturministerin Claudia Schmied verleiht sieben Mitgliedern der Wiener Symphoniker den Berufstitel "Professor"
Wien (OTS) - Kulturministerin Dr. Claudia Schmied verleiht heute,
Donnerstag, Guillermo Büchler, Johannes Flieder, Werner Frank,
Nicolas Geremus, Martin Lehnfeld, Andreas Pokorny und Peter Siakala
den Berufstitel "Professor". Die sieben Mitglieder der Wiener
Symphoniker gehören zu den Gruppen Violine, Viola und Violoncello.
Die Überreichung der Dekrete findet im Rahmen eines Festaktes um 16
Uhr im Audienzsaal des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und
Kultur statt. Die Laudatio hält Mag. Peter-Sylvester Lehner MAS MBA
M.Sc., Geschäftsführer der Wiener Symphoniker.
Kulturministerin Claudia Schmied: "Wir ehren heute Guillermo Büchler,
Johannes Flieder, Werner Frank, Nicolas Geremus, Martin Lehnfeld,
Andreas Pokorny und Peter Siakala - sieben hervorragende "Streicher"
der Wiener Symphoniker - für ihren Einsatz für die Musik und ihre
Bedeutung für das Kulturleben in Wien, in Österreich und der ganzen
Welt. Besonders hervorheben möchte ich ihr Engagement für die
Musikvermittlung durch Konzertzyklen wie 'Das andere Konzert' oder
Workshops wie 'Orchester zum Anfassen'. Die musikalische Bildung
unserer Kinder und Jugendlichen ist ihr Anliegen."
Guillermo Büchler, 1959 in Wien geboren, ist seit 1995 als 3.
Konzertmeister Mitglied der Wiener Symphoniker. Zu seinen beruflichen
Stationen nach seinem Studium an der Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst in Wien bei Prof. Michael Frischenschlager zählen
das Landeskonservatorium Vorarlberg, ein Engagement beim
ORF-Symphonie-Orchester, eine Assistenz bei Prof. Frischenschlager an
der Hochschule für Musik in Wien sowie die Tätigkeit beim Ensemble
Musica viva Wien. Seit 1990 ist Guillermo Büchler erster Gastdirigent
des Strauss-Festival-Orchesters. 1992 gründete er gemeinsam mit
Andreas Pokorny und weiteren Mitgliedern der Wiener Symphoniker das
EOS-Quartett, das mittlerweile seit etlichen Jahren einen Zyklus im
Schubert-Saal des Wiener Konzerthauses bestreitet.
Johannes Flieder, 1959 in Wien geboren, wurde 1980 als 1.
Solobratschist von den Wiener Symphonikern engagiert. Er lernte
Violine bei Prof. Grete Biedermann am Konservatorium der Stadt Wien
und Bratsche bei Prof. Siegfried Führlinger an der Wiener
Musikhochschule. Als Solist konzertierte Johannes Flieder im Wiener
Musikverein und im Konzerthaus mit den Wiener Symphonikern unter den
Dirigenten Leopold Hager und Rafael Frühbeck de Burgos. Des Weiteren
tritt er als Solist mit dem Concentus Musicus unter Nikolaus
Harnoncourt, mit dem Ensemble Kontrapunkte unter Peter Keuschnig
sowie bei Festivals wie den Bregenzer Festspielen, beim Carinthischen
Sommer Ossiach und mit verschiedensten Kammermusikensembles im In-
und Ausland auf. Seine Unterrichtstätigkeit führte ihn im Rahmen von
Meisterkursen nach Salzburg und Venezuela.
Werner Frank, geboren 1959 in Wien, ist seit 1989 Bratschist im
Orchester Wiener Symphoniker. Er studierte Violine an der Hochschule
für Musik in Wien sowie am damaligen Konservatorium der Stadt Wien in
der Johannesgasse. Die Viola wird nach kurzem Doppelstudium sein
Hauptinstrument. Er war als Stimmführer im Orchester der Wiener
Volksoper tätig und ist Mitwirkender in verschiedenen Ensembles wie
im Ensemble Kaleidoskop, im Wiener Kammermusik-Ensemble sowie im
Barockensemble der Wiener Symphoniker. Werner Frank ist Mitbegründer
des Concertvereins-Zyklus "Composer in Residence" im Brahms-Saal des
Wiener Musikvereins mit dem Schwerpunkt zeitgenössische
österreichische Musikkultur und Betreuer des Notenarchivs des Wiener
Concertvereins, bei dem er seit diesem Jahr auch stellvertretender
Solobratschist ist. Er arbeitet mit Roland Batik in Nagano/Japan
sowie mit den Seibersdorfer Schlosskonzerten zusammen.
Nicolas Geremus, geboren 1959 in München und Enkel von Paul Hörbiger,
wurde 1986 als Primgeiger bei den Wiener Symphonikern engagiert.
Seine Ausbildung absolvierte er an der Hochschule für Musik in
München und an der Wiener Musikhochschule bei Prof. Franz Samohyl und
Prof. Gerhard Schulz. Er war Mitglied des Modern String Quartet
München und ist seit 1996 Primarius des Johann Strauß Quartett Wien
sowie seit 1997 erster Konzertmeister des Ambassade-Orchester Wien.
Als Jazzgeiger veröffentlicht er CDs mit eigenen Kompositionen und
arrangiert Konzerte für die von ihm gegründeten Ensembles
Geremus-Trio, Vienna Symphony Jazz Project und Dolby's Around.
Der 1959 in Wien geborene Martin Lehnfeld gehört seit 1980 als
Primgeiger den Wiener Symphonikern an. Er studierte an der
Musikakademie und nachmaligen Hochschule für Musik in Wien bei Prof.
Thomas Kakuska. Er war Mitglied des Collegium Musicum Alte
Universität unter Martin Sieghart und wirkte beim Wiener
Concertverein - auch als Bratschist -, beim Johann Strauß Ensemble
der Wiener Symphoniker sowie als 2. Geiger im Johann Strauß Quartett
Wien mit. Er war E-Bassist im Jazzensemble der Wiener Symphoniker Das
Septett, Geiger in den Tango-Formationen Tango Vivo und Tango Si und
Mitglied im Quartett Vindobona Schrammeln. Als Allround-Musiker ist
Martin Lehnfeld auch begeisterter Hobbycellist, gibt zahlreiche
Einzelkonzerte im Rahmen seiner vielfältigen Kammermusiktätigkeit als
Geiger und Bratschist und beschäftigt sich mit Volksmusik.
Andreas Pokorny, geboren 1959 in Wien, ist seit 1978 Mitglied der
Wiener Symphoniker und musiziert in deren Kammermusikformationen, so
z. B. bei den Acht Cellisten und dem Barockensemble. Er lernte
Violoncello bei Eberhard Zwölfer und Wolfgang Herzer sowie Klavier
bei Grete Adam. Nach dem Musikgymnasium studierte er Philosophie und
Theologie in Wien und Jerusalem. 1992 gründete er mit Guillermo
Büchler und weiteren Mitgliedern der Wiener Symphoniker das
EOS-Quartett. Andreas Pokorny ist außerdem Organist an der
Stadtpfarrkirche von Klosterneuburg.
Peter Siakala, 1959 in Mödling geboren, ist seit 2001
Orchestervorstand der Wiener Symphoniker, denen er seit 29 Jahren
angehört. Nach seinem Violoncello-Studium an der Hochschule für Musik
in Wien bei Prof. Wolfgang Herzer wirkte er in verschiedenen
Orchestern wie dem Wiener Kammerorchester, dem Ensemble des 20.
Jahrhunderts, Kontrapunkte und dem Kammerorchester der NÖ Tonkünstler
mit. Peter Siakala ist Gründungsmitglied des Wiener BeIl'arte
Ensembles und des Trio Accentus. Seine kammermusikalische Tätigkeit
führte in zum Wiener Concertverein und zum Ensemble 8 Violoncellisten
der Wiener Symphoniker. Er lehrte u. a. an der Hochschule für Musik
in Wien, bei den Bregenzer Musikkursen und in Belluno, Italien.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur,
Mag. Sigrid Wilhelm
Pressesprecherin
Tel.: +43-1-53120-5030
mailto:[email protected]
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