Fachschaft Informatik fordert Mentoring- statt Studieneingangsgespräche

Abschreckende Wirkung schädlich für die TU Wien und die soziale Durchmischung

Wien (OTS) - Die Fakultät für Informatik an der TU Wien plant ab Februar 2011 die Einführung von verpflichtenden Studieneingangsgesprächen (STEG) vor Beginn des Informatikstudiums. Die Fachschaft Informatik - die Vertretung der Informatikstudierenden an der TU Wien - spricht sich gegen diese Gespräche in der aktuell geplanten Form aus.

Schon jetzt stammen deutlich mehr Studierende aus Akademiker/innen-Familien als aus sogenannten bildungsferneren Schichten. Durch die verpflichtenden Gespräche mit Professorinnen und Professoren, die vor der Inskription absolviert werden müssen, werden vor allem Maturantinnen und Maturanten vom Studieren abgeschreckt, die kaum Rückhalt von zuhause haben.

"Wenn die Bemühungen der Fakultät für Informatik wirklich ernst gemeint sind, sollten diese Gespräche während des Semesters als Mentoring-Gespräche, und nicht nur vor Beginn des Studiums durchgeführt werden", fordert Michael Emhofer, Vorsitzender der Studienvertretung Informatik. "Ansonsten ist klar, dass die Studieneingangsgespräche in erster Linie der Abschreckung dienen und die daraus entstehende soziale Selektion schlichtweg in Kauf genommen wird."

Als Wissensgesellschaft benötigen wir deutlich mehr Studierende, aber die Studienanfänger/innen-Zahlen beginnen schon wieder zu sinken. In diesem Zusammenhang erweisen sich Studieneingangsgespräche vor der Inskription als genau das falsche Signal!

Die Studienvertretung Informatik ist die gesetzliche Interessensvertretung der Informatikstudierenden an der TU Wien.

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