- 16.12.2010, 08:46:27
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GLOBAL 2000-Aktion vor Nestlé-Zentrale gegen BPA-Produkte
Nestlé will Hormon-Chemikalie in den USA nicht mehr einsetzen, in Europa jedoch schon - UmweltschützerInnen fordern: Stoppt BPA
Wien (OTS) - Der Lebensmittelkonzern Nestlé kündigte an, in den
kommenden drei Jahren in den USA auf die Plastikchemikalie Bisphenol
A (BPA) in sämtlichen Verpackungen zu verzichten. Eine Maßnahme, die
sich lediglich auf die USA beschränkt. Nestlé Österreich sieht nach
wie vor keinen Handlungsbedarf. Der Konzern argumentiert, dass
kulturelle Unterschiede und lokale KonsumentInnen-Vorlieben ein
unterschiedliches Vorgehen bezüglich der hormonell wirksamen
Chemikalie rechtfertigen.
"Sicher gibt es kulturelle Unterschiede, aber dass diese uns
Österreicherinnen und Österreicher vor den Gesundheitsrisiken durch
BPA schützen, ist nicht mehr als ein frommer Wunsch ans Christkind.
Mit unserer Aktion wollen wir Nestlé klar machen, dass wir für alle
Menschen Gesundheitsgefährdungen vermeiden müssen, unabhängig davon,
ob man jetzt ans Christkind oder an den Weihnachtsmann glaubt",
erklärt Daniela Hoffmann, Chemie-Expertin der
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.
Als amerikanischer Weihnachtsmann und europäisches Christkind, machen
die UmweltschützerInnen vor der Nestlé-Zentrale klar, dass das Risiko
von BPA für alle Menschen besteht, unabhängig von kulturellen
Unterschieden. Doch das Christkind muss bei seinen Nestlé-Gaben auf
die BPA-Produkte zurückgreifen, während der Weihnachtsmann BPA-freie
Geschenke aus seinem Sack hervor holt.
Zahlreiche unabhängige Studien bestätigen, dass Bisphenol A ins
menschliche Hormonsystem eingreifen und dadurch beträchtliche
Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben kann. Die
WissenschaftlerInnen gehen davon aus, dass die Aufnahme hauptsächlich
über verunreinigte Nahrung erfolgt - also über Lebensmittel, die mit
BPA-haltigen Verpackungsmaterialien in Berührung gekommen sind.
"Wir haben mehrere Studien von renommierten WissenschaftlerInnen über
BPA-bedingte Gesundheitsrisiken zusammengestellt. Diese übergeben wir
der österreichischen Nestlé-Leitung. Die Faktenlage ist klar, Nestlé
muss auf BPA in Verpackungsmaterialien weltweit verzichten", so
Hoffmann.
Fotos von der GLOBAL 2000-Aktion finden Sie ab ca. 11 Uhr unter:
http://www.flickr.com/photos/global2000/
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Jens Karg/Simonne Baur
Tel.: +43 699 1 42000 20/ +43 699 1 42000 23
mailto:[email protected]
www.global2000.at
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