- 15.12.2010, 12:17:36
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H.P.Martin im EU-Parlament: "Euro retten mit Schuldenschnitt - Sparer können sich mit Kauf von Sachwerten schützen"
Banken müssen endlich zahlen / Großparteien fahren EU an die Wand / EU-Rettungsschirm wird nicht reichen /Statt dessen Weg frei machen für Neustart durch Umschuldung der Problemstaaten
Strassburg (OTS) - In der großen Parlamentsdebatte zur Lage des
Euro forderte der unabhängige österreichische EU-Abgeordnete
Hans-Peter Martin soeben als erster Redner einen Schuldenschnitt,
also eine Umschuldung für Griechenland und Irland, wohl bald auch für
Portugal, Belgien und Spanien.
H.P. Martin: "Der Euro steht auf dem Spiel - egal, was Politiker
derzeit vor TV-Kameras sagen. Dabei rechnet doch kaum jemand damit,
dass die Problemstaaten je ihre Schulden zurückzahlen können. Allein
die Zinsen sind so hoch, dass sie nur bei großem Wirtschaftswachstum
begleichbar wären. Fast unbemerkt wurden schon die Kredite für
Griechenland von drei auf mehr als sieben Jahre verlängert.
Wozu dann ein riesiger EU-Rettungsschirm? Um Zeit zu kaufen. Doch am
Ende werden die EU-Steuerzahler damit nur gutes Geld schlechtem Geld
hinterherwerfen.
Statt dessen sollte es zu einem mutigen Schuldenschnitt kommen.
Wie Entwicklungsländer können auch EU-Staaten umgeschuldet werden,
beim sogenannten "Pariser Club" und seinem Gegenstück, dem "Londoner
Club". Sie verfügen über keine festen Regeln oder Statuten, haben
aber schon 419 Umschuldungen in 88 Staaten bewältigt. Gläubiger und
Schuldner verhandeln - bis sie zu einem Ergebnis.
So etwas wird teuer, doch es gibt den Ländern eine Chance für einen
Neustart. Und es tut nur einmal weh. Wären die betroffenen
Staatsanleihen über Nacht zum Beispiel 30 Prozent weniger wert, so
müssten endlich die Banken zahlen und könnten nicht weiter mit dem
EU-Schirm neue Geschäfte machen. Es träfe aber auch alle, die über
Lebensversicherungen, Investmentfonds oder private Pensionskassen
Geld in den Krisenstaaten anlegen ließen.
Euro-Anleihen sind sicher keine Alternative. Allein Deutschland
müsste so jedes Jahr 17 Milliarden Euro mehr ausgeben. Und die
Finanzierung des EU-Schirms trifft jetzt schon
Familienbeihilfe-Bezieher und Pensionisten, also die ganz Falschen.
Als Autor der "Globalisierungsfalle" werde ich derzeit of gefragt:
Wie kann man als Sparer sich vorsorgen. Meine Antwort. Zur Sicherheit
sich jetzt auf Sachwerte konzentrieren - von einem schönen
Möbelstück mit Wiederverkaufswert bis zu einer Immobilie,
insbesondere Kleinwohnungen in guten Lagen. Die werden immer
nachgefragt sein."
Rückfragehinweis:
Büro Dr. Martin
0043-664-201 80 37
[email protected]
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