- 14.12.2010, 16:48:53
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FPÖ-Frigo ad Frauengesundheit: Brustkrebs ein wichtiges Thema - sollte aber viele andere Frauenthemen nicht überschatten
Wien (OTS/fpd) - Das Wiener Programm zur Frauengesundheit, in rosa
gehalten, ist so positiv gestaltet dass es schon fast wieder ungesund
ist, so der FPÖ-Wien Gemeinderat für Gesundheit, LAbg. Univ.-Prof.
Dr. Peter Frigo im Zuge der laufenden Budgetdebatte des Wiener
Gemeinderates.
Brustgesundheit, pink ribbon seit 1990 in den USA, wurde in den
letzten Jahren auch für die Wienerinnen entdeckt. Brustkrebs ist ein
wichtiges Thema - es sollte aber viele andere Frauenthemen nicht
überschatten, so Frigo der weiter meint, dass regelmäßige
Vorsorgeuntersuchungen mit einem Einberufungssystem wie in den
westlichen Bundesländern, die Impfung gegen den Gebärmutterhalskrebs
und Feigwarzen nicht subventioniert dafür aber schubladiert wurden.
Wenn man von Frauengesundheit redet - Frauen sind ja bekanntlich an
der Vorsorgemedizin interessiert - sollte man die Männer, die
sogenannte Reparaturmedizin machen, nicht vergessen. Hier liegen
viele Dinge im Argen, ein paar Standln im Rathaus und nette Vorträge
sind zu wenig wenn ich an die vielen Männer denke, die nach einer
Prostataoperation, oft impotent und inkontinent, ohne jede ernsthafte
psychosoziale Betreuung auf die Straße geschickt werden.
Ein Kinder und ein Männerprogramm sollte ebenso wie ein
Frauenprogramm selbstverständlich sein und die Schwerpunkte nicht
ideologisch sondern nach der Evidenz gesetzt werden, so Frigo.
Osteoporose beispielsweise ist laut der Wiener Gebietskrankenkasse
eine Erkrankung, die erst ab dem 65. Lebensjahr gemessen und damit
diagnostiziert werden darf obwohl im rosa Bericht von Essstörungen
und deren Folgen die Rede ist. Eine Folge der Essstörungen ist aber
genau diese Osteoporose! So groß das Kapitel über Esstörungen ist so
wenig wird dafür getan: In Wien ist mir nur eine Ambulanz im Kaiser
Franz Josef Krankenhaus bekannt, von Flächendeckung kann daher keine
Rede sein. Zumeist ist es ein Nebenthema von internen Ambulanzen die
ohnehin vor Patienten übergehen, so Frigo weiter.
Weibliche Genitalverstümmelung
Warum das Thema weibliche Genitalverstümmelung einen breiten Raum
einnimmt kann nur ideologische Gründe haben, denn die sozialen
Probleme Afrikas werden wir in Wien mit bunten Prospekten nicht lösen
können, ist Frigo überzeugt.
Eine Kaiserschnittstudie findet sich ebenfalls im Programm zur
Frauengesundheit - offenbar wird der Kaiserschnitt mangels Hebammen
nicht mehr verdammt sondern die 30% Rate mit den brasilianischen 70%
relativiert. Dass unter anderem eine erhöhte Frühgeburtenrate dazu
beiträgt, die allein durch eine Verbesserung des
Fortpflanzungsgesetzes verringert werden könnte; nämlich dass bei der
künstlichen Befruchtung nur mehr maximal 3 Embryonen eingesetzt
werden dürfen, geht nicht hervor, kritisiert Frigo. Alle drei Jahre
werden ca. 30 Hebammen mit ihrer Ausbildung - jetzt Akademie genannt
- fertig, von denen die meisten ins Ausland oder Bundesland gehen.
Nicht nur angesichts der Bezahlung sondern auch wegen der
Kompetenzen, die sie in den jeweiligen Ländern haben.
Einige werden schwanger oder gehen gar nicht in den Beruf sodaß im
besten Fall 5-10 Hebammen tatsächlich in Wien bleiben und arbeiten.
Im nächsten Jahr steigt das Defizit der Wiener Spitäler - so beträgt
der Gesamtzuschuss der Stadt 55 Millionen Euro, von diesen sind 39
Millionen zur Deckung des Defizits und daher bleiben für zusätzliche
Investitionen nur 16 Millionen übrig. Die FPÖ fordert daher, dass
eine Reform des derzeitigen Finanzierungssystems dringend
durchgeführt wird und diese spätestens mit dem neuen
Finanzierungsabkommen ab 2012 schlagend wird, so Frigo abschließend.
(Schluss)paw
Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle
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