• 14.12.2010, 14:43:03
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ORF-Publikumsrat lobte Programm des Spartenkanals ORF Info plus

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz kündigte zahlreiche neue Projekte für 2011 an

Wien (OTS) - Im Rahmen der Plenarsitzung des ORF-Publikumsrats,
unter dem Vorsitz von Mag. Hans Preinfalk, informierte
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz am Dienstag, dem 14.
Dezember 2010, das Gremium zur Lage des Unternehmens. Das
EU-Verfahren sei abgeschlossen, die Einheit des Unternehmens
gesichert. Ebenso wurde die duale Finanzierung durch das neue
ORF-Gesetz bestätigt. "Wir werden das leicht positive Ergebnis 2010
halten und auch im nächsten Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis haben",
prognostizierte ORF-Generaldirektor Wrabetz.

Die Werbeeinnahmen haben besonders in ORF 1 und Ö3 zugelegt und lägen
über den Erwartungen. "Mit 35,8 Prozent KaSat-Marktanteil (2009: 36,9
Prozent) im bisherigen Jahr 2010 bleiben wir klarer Marktführer im
Fernsehen. In der Kernzone liegen wir bei 40,9 Prozent (2009: 41,9
Prozent). Auch die Medien Radio und Online liefern - trotz
gesetzlicher Einschränkungen bei ORF.at - hervorragende Performance.
Mit sechs Millionen Zugriffen pro Monat schafft die TVthek
zusätzliches Publikum", so Wrabetz. Bei österreichischen Filmen und
Koproduktionen konstatierte der ORF-Generaldirektor einen "Run". Das
neue Gesundheitsmagazin sei gut gestartet.

Für die kommenden Monate kündigte Wrabetz folgende größere Projekte
aus allen Unternehmensbereichen an: den Start des Info-Spartenkanals,
das grafische Refreshment für "ORF eins" und darüber hinaus neue
Programmprojekte für ORF eins. "Neu konzeptionieren und positionieren
wollen wir 'im ZENTRUM', mit dem wir ins ORF-Zentrum wechseln", so
Wrabetz. Rund um den 8. März 2011 soll es einen Themenschwerpunkt zu
100 Jahre Frauentag geben. Im Jänner wird sich ein "Bürgerforum" mit
der türkischen Bevölkerung in Österreich beschäftigen. Es werde 2011
zumindest zwölf eigenproduzierte Dokumentationen zur Zeitgeschichte
geben. Die TVthek soll auf mobile Plattformen und um eine Radiothek
erweitert werden. "Sie sehen also, dass der ORF funktioniert und in
allen Bereichen nicht nur operativ, sondern auch strategisch gut auf
Schiene ist", schloss der ORF-Generaldirektor.

TW1-Geschäftsführer Peter Schöber stellte dem Gremium die Pläne für
den Start des Informations- und Kulturspartenkanals vor: Derzeit wird
das Jahressendeschema von ORF Info plus erstellt. Zum eingebrachten
Antrag auf Auftragsvorprüfung läuft die Stellungnahmefrist der
KommAustria bis 21. Dezember 2010. Mit Einhaltung aller Fristen wäre
daher laut Schöber der formale Sendestart noch im Frühjahr 2011
möglich. Neben der Programmsäulen Information, Kultur/Religion,
österreichische Zeitgeschichte und Zeitgeschehen will der neue
Spartenkanal auch Platz für österreichische Künstler und
Kulturschaffende bieten. ORF Info plus soll jedenfalls die
Hauptprogramme des ORF und 3sat ergänzen, so Schöber.

Publikumsratsvorsitzender Hans Preinfalk sah in den Plänen für den
Spartenkanal große Ambition. Die Publikumsräte Herbert Matis und
Beate Wimmer-Puchinger lobten ebenfalls das Programm, warnten aber -
wie Andreas Kratschmar - auch davor, öffentlich-rechtliche Inhalte in
den Spartenkanal ORF Info plus abzuschieben. Josef Kirchberger
schloss sich dem allgemeinen Tenor an, muss aber "Kulinarik nicht
unbedingt auf noch einem Sender haben". Roland Siegrist fand Gefallen
an der "Aufbruchstimmung", die Peter Schöber hier vor Senderstart
einbringe. Gerhard Tötschinger gratulierte zum prinzipiellen
Programm, forderte aber mehr Raum für die größte Sehergruppe, die
älteren Menschen. Eva Blimlinger fehlte der internationale Aspekt im
Programm von ORF Info plus. Peter Vitouch sprach sich für eine
Ausweitung des Wissenschaftsbegriffs aus. Daniela Zimmer regte an,
auch für die Jugend eine Leiste zu programmieren. Gerald Plattner
ortete in der Leiste Naturdokumentationen Platz für Experimentelles
aus dem Bereich des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit. Anna
Mitgutsch plädierte dafür, die Büchersendung seriöser zu gestalten.
Elisabeth Pittermann-Höcker brach eine Lanze für Menschen mit
Behinderungen. Diese müssten auch im Programm "sichtbar" gemacht
werden. Roman Hummel meinte, ein derartiger Info- und Kulturkanal
muss "kompromisslos öffentlich-rechtlich" sein und sah in Radio
Österreich 1 das Vorbild. Karl Hanzl sah in ORF Info plus den
"Wunschkanal des Publikumsrats". Willi Mernyi äußerte seine Freude
über das hier präsentierte Programm. Publikumsratsvorsitzender Hans
Preinfalk fasste die Diskussion mit dem Wunsch zusammen, ORF Info
plus solle ein lebendiger, attraktiver, hochqualitativer Bereich des
ORF werden.

Rückfragehinweis:
ORF-Unternehmenskommunikation
Rudolf Fehrmann
(01) 87878 - DW 12765
rudolf.fehrmann@orf.at
http://presse.ORF.at

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