- 14.12.2010, 11:01:37
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Dr. Karl Renner-Publizistikpreise 2010 übergeben
Menschenrechte und Pressefreiheit zentrales Thema des Festaktes

Wien (OTS) - Im Wiener Rathaus wurde Montag, Abend der heurige Dr.
Karl Renner Publizistikpreis in den Kategorien Online, Radio und
Fernsehen überreicht. Der Preis ist die höchste Auszeichnung, die
ein österreichischer Journalist erreichen kann. Seit heuer wird der
traditionelle Preis in den Kategorien Online, Print, Radio und
Fernsehen vergeben. Die Jury unter dem Vorsitz von ÖJC-Präsident Fred
Turnheim, Christoph Feurstein, Elisabeth Gardavsky, Gerlinde
Hinterleitner, Helmut Kletzander, Kurt Langbein und Albert Malli
befanden aber, heuer keinen Preis in der Kategorie Print zu
verleihen.
Den Dr. Karl Renner Publizistikpreis 2010 in der Kategorie Online
bekam Irene Brickner von der Tageszeitung DER STANDARD für ihren seit
Jahren laufenden Online-Blog "Brickners-Blog". Dieser Blog ist zur
zentralen Informationsplattform zum Thema Grund-, Freiheits- und
Menschenrechte in Österreich geworden. Brickner wurde 1960 geboren.
Sie arbeitete unter anderen bei der Tageszeitung "Neue AZ", bei den
"NÖN" und beim "ORF". Für "profil" und "Falter" war sie als freie
Mitarbeiterin tätig. Seit 2000 arbeitet die Politikwissenschaftlerin
beim "Standard" im Chronik-Ressort. Bekannt ist Brickner wegen ihrer
Berichterstattung über Menschenrechtsthemen und ihre Reportagen über
Asyl- und Fremdenrechtsfragen, über Gleichstellungspolitik, aber auch
über Umweltthemen.
In der Kategorie Radio gab es drei Nominierte: Cornelia Krebs,
Christian Lerch und Mag. Brigitte Voykowitsch. Die Juryentscheidung
fiel auf Cornelia Krebs für ihre vielen Radiobeiträge im
"Journal-Panorama", die immer von gleichbleibender, hoher Qualität
sind. Cornelia Krebs wurde 1969 in Vöcklabruck/Oberösterreich
geboren. Studiert hat sie an der Wiener Filmakademie und am
Journalisten-Kolleg der Salzburger Medienakademie. Seit 1997 gehört
sie der Journal-Panorama-Redaktion an. In seiner Laudatio würdigte
ORF-Radiodirektor Mag. Karl Amon die Preisträgerin als erstklassiges
"Aushängeschild" des österreichischen Radiojournalismus. "Deine
Berichte und Radiobeiträge fordern die ZuhörerInnen. Sie regen zum
Nachdenken und Mitdenken an und zum konzentrierten Zuhören", so Amon
ist der Laudatio.
In der Kategorie Fernsehen wurde der langjährige Innenpolitik-Chef
der Zeit Im Bild, Mag. Hans Bürger, ausgezeichnet. Hans Bürger wurde
1962 in Linz geboren. Beide Eltern arbeiteten in der VOEST. Bürger
studierte Volkswirtschaftslehre in Linz. Begonnen hat Bürger seine
journalistische Karriere, nach dem Studium, mit 23 als Laufbursche
bei der "Oberösterreich-Krone". 1986 kam er ins Landesstudio
Oberösterreich, wo er durch seine kompetente Berichterstattung über
die durch Krisen geschüttelte Verstaatlichte Industrie auf fiel. Der
Weg in die Zeit im Bild - Redaktion war damit geebnet. ÖJC-Präsident
und Juryvorsitzender Fred Turnheim würdigte den Preisträger. In
seiner Laudatio sagte Turnheim: Hans Bürger ist ein "echter"
Unabhängiger Journalist. Und das als Chef der Innenpolitik. Diese
politische Unabhängigkeit und Geradlinigkeit macht Bürger zu einem
einzigartigen, hervorragenden Journalisten in Österreich."
Der Wiener Stadtrat Christian Oxonitsch unterstrich in seiner
Festrede die Bedeutung des Journalismus im Zeitalter von Internet und
Web 2.0: "Jeder kann bloggen, über Facebook seine Meinung über alles
verbreiten, jeder kann seinen Film und sein Video ins Netz stellen
und alles wird in Sekundenschnelle unter hunderttausend Menschen
verbreitet. Ich bin der Überzeugung, dass Journalismus, guter,
kritischer, aufklärerischer Journalismus noch nie so wichtig wie
heute war. Und die Verantwortung des Journalisten gerade in einer
Kommunikationswelt, die overloaded and overnewsed ist, groß ist wie
noch nie."
ORF-Radiodirektor Karl Amon ging im Rahmen seiner Rede auf die
weltweit neue Diskussion über die Pressefreiheit ein. Dabei geht es
im Besonderen um die Neuen Medien.
ÖJC-Präsident Fred Turnheim forderte die politischen Parteien
dringend auf, sich aus den Aufsichtsratsgremien der Medien, besonders
des öffentlich/rechtlichen ORF zurück zu ziehen. "Der ÖJC bekennt
sich zu einem öffentlich/rechtlichen Rundfunk in Österreich - aber
ohne Parteieneinfluss."
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
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Rückfragehinweis:
Österreichischer Journalisten Club
Blutgasse 3, 1010 Wien
Tel.: +43 1 9828555
www.oejc.at
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