• 11.12.2010, 12:15:36
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Berlakovich: Klimapakt der Hoffnung und der Zuversicht

Historischer Schritt für den Weltklimaschutz - Dank an Vorsitzführung Mexikos

Wien (OTS) - Nach der Enttäuschung von Kopenhagen 2009 stand in
Cancun der gesamte Weltklima-Prozess und damit die UNO auf dem
Prüfstand. "Das ganz grosse Klimaabkommen war unrealistisch, weil
unter anderem China und die USA noch nicht bereit dazu waren. Ziel
war es daher, Teilerfolge zu erreichen, dafür habe ich mich
eingesetzt. Und heute, hier in Cancun ist es gelungen, einen
Durchbruch zu erzielen und ein Gesamtpaket für den Weltklimaschutz zu
schnüren", so Umweltminister Niki Berlakovich zum Durchbruch am
letzten Verhandlungstag in Cancun. Die EU hat sich in den
wesentlichen Punkten durchgesetzt. Andernfalls hätte das vielleicht
sogar das Ende des Weltklimaprozesses bedeutet, verweist Berlakovich
auf die Tragweite dieses Erfolges.

"Diese Konferenz ist ein Neubeginn für den Weltklimaschutz, der
Ernst der Lage wurde erkannt und alle sind aufeinander zugegangen.
Wir haben als Völkergemeinschaft ein klares Signal gesetzt. Für die
Zukunft unserer Erde und damit für die Zukunft unserer Kinder",
betont Berlakovich. Der Gastgeber Mexiko hat das Motto: "Cancun can"
ausgegeben, "den Mexikanern gebührt der Dank. Durch ihre
Vorsitzführung und ihren unermüdlichen Einsatz, transparente
Verhandlungen und das Einbinden aller hat es Cancun geschafft",
betont der Umweltminister.

Der Klimapakt in Cancun im Detail: In der strittigen Frage der
Fortführung des Kyoto Protokolls konnte eine klarer Fortschritt
erzielt werden: "Erstmals wurde ein konkretes Dokument mit einem
klarem Auftrag ausgearbeitet, das alle Länder als Fundament für
weitere Verhandlungen anerkennen", unterstreicht Berlakovich. Zudem
wurden im Rahmen des Copenhagen Accords alle Zusagen auf Basis
nationaler Klimaschutzziele und Maßnahmen verankert. "Ein
entscheidender Schritt", so Berlakovich. Eine weitere wichtige
Einigung gibt es im Bereich des MRV (monitoring, reporting,
verification), wo es um die Kontrolle und Beobachtung der Zusagen der
einzelnen Länder geht: Künftig werden nicht nur die Industrieländer
kontrolliert, auch die Entwicklungsländer werden berichten. "Ein
entscheidender Durchbruch", so der Umweltminister. Die
Staatengemeinschaft hat sich auch auf die Einrichtung eines Green
Climate Funds geeinigt. Bis 2020 soll der Green Climate Fund mit bis
zu 100 Milliarden Dollar ausgestattet werden. Das heißt volle
Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern. Mit
dem Beschluss von REDD+ haben sich die Entwicklungsländer in einem
ersten Schritt verpflichtet, den eigenen Waldbestand zu erheben und
diesen zu erhalten. "Damit wurde ein historischer Schritt zum Schutz
der Regenwälder gesetzt", freut sich Berlakovich. Weitere Erfolge
konnten in den Bereichen Technologietransfer und Anpassung erzielt
werden. "Der Klimaschutz ist ein globales Anliegen, wir müssen alle
Kräfte bündeln. Wir haben Handlungsfähigkeit bewiesen - hier und
heute in Cancun. Jetzt gilt es, den Klimapakt von Cancun umzusetzen",
schließt Berlakovich.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, DW 6963

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