- 10.12.2010, 12:12:26
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SJ und VSStÖ: SPÖ muss bei Zugangsbeschränkungen Wort halten
Beste Bildungschancen für Gesamtgesellschaft und Uni-Milliarde statt Fortsetzung von 20 Jahren ÖVP-Kahlschlag im Hochschulbereich
Wien (OTS) - "Die ÖVP-Bildungspolitik ist auf ganzer Linie
gescheitert: 20 Jahre Sparpolitik, Zugangsbeschränkungen und
Blockieren haben zu den miserablen Ergebnissen im Schul- und
Hochschulbereich geführt", stellt Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der
Sozialistischen Jugend, heute Freitag fest. Die ÖVP-Pläne,
Studienrichtungen mit Knock-Out-Aufnahmeverfahren und
Zugangsschranken zu versehen, bezeichnet Moitzi als "weiteren
Rückschritt zulasten der Bildungschancen junger Menschen". "Die SPÖ
hat sich von ihrer Position des freien und offenen Hochschulzugangs,
trotz ihres Grundsatzprogrammes und mehrerer Parteitagsbeschlüsse,
weit entfernt und die Studierenden verraten. Wir fordern die
SPÖ-Spitze dazu auf, endlich Stellung an der Seite der Studierenden
zu beziehen und den ÖVP-Elitevorstellungen eine klare Absage zu
erteilen", so Stefanie Grubich, Bundesvorsitzende des Verband
Sozialistischer Student_innen (VSStÖ).
"Wir brauchen immer noch mehr Studierende in Österreich.
Zugangsbeschränkungen hindern Menschen am Studieren. SPÖ und ÖVP
sollen endlich die Uni-Milliarde bereitstellen und in die Zukunft der
jungen Menschen investieren", sagt Grubich. "Anstatt der
Gesamtgesellschaft beste Bildungschancen zu eröffnen, geht es der ÖVP
darum, nur Kindern aus reichen Elternhäusern gute Schulen und Unis
bereitzuhalten", kritisiert Moitzi. Die Bilanz von 20 Jahren
schwarzer Hochschulpolitik könnte schlimmer nicht sein: "Die
StudentInnen sitzen auf der Stiege, die Qualität fällt ins Bodenlose,
an allen Ecken und Enden fehlt es an Geld." Statt verzweifelt ständig
nach neuen Zugangsbarrieren zu schreien, könnten "überlaufene
Studienrichtungen" locker durch stärkere Interessensspezialisierung
an den Schulen vorgebeugt werden. "Jegliche Reformen im
Bildungssystem werden aber von der ÖVP seit Jahr und Tag blockiert.
Die SPÖ wird sich jetzt durchsetzen müssen, sonst macht sie sich
mitverantwortlich für die Bildungsmisere", ist Moitzi überzeugt.
"Jetzt gilt es, der Zeit der pausenlosen Verschlechterungen der
ohnehin schon miserablen Situation an den heimischen Universitäten
endlich ein Ende zu bereiten!", sind sich Grubich und Moitzi
abschließend einig.
Rückfragehinweis:
Christopher Pieberl, VSStÖ Pressesprecher, Tel.: 0676 / 385 88 13
Boris Ginner, SJ-Pressesprecher, Tel.: 0664 / 560 49 87
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