• 10.12.2010, 11:36:32
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IAA-Jahresbilanz 2010: Aufschwung für die Werbebranche

Wien (OTS) - Am Freitag, dem 10. Dezember 2010, lud Mag. Max
Palla, Präsident des Austrian Chapters der International Advertising
Association (IAA), zur bereits traditionellen Jahrespressekonferenz.
Gemeinsam mit den IAA-Vorstandsmitgliedern Mag. Thomas Saliger
(Unternehmenssprecher der XXXLutz-Gruppe und Marketer des Jahres
2009) und Mag. Friederike Müller-Wernhart (Agentur Mindshare) zog er
Bilanz des vergangenen Werbejahres und gab - unterstützt durch
aktuelle Focus-Marktdaten von Mag. Josef Leitner (GF Focus Media
Research) - eine Einschätzung für 2011 ab.

War 2009 wirtschaftlich noch sehr angespannt, konstatierte Max Palla
für 2010 einen Aufschwung für die Werbebranche: "Die Werbekonjunktur
hat 2010 wieder zugelegt - um fast zehn Prozent. Eine nachhaltige
Erholung ist aber nur dann in Sicht, wenn konsequent an der boomenden
Branche Werbung weitergearbeitet wird -, besonders was neue Wege hin
zum Konsumenten wie die Einbindung von Social Media etc. betrifft."

Aussetzung der Werbesteuer - Nein zur Flugblattsteuer

Nicht zuletzt blieb Max Palla bei der Forderung, die Werbesteuer auf
drei Jahre auszusetzen, um die Konjunktur nachhaltig wieder zu
beleben. "Bleiben die Mittel für Werbung knapp, so wird auch die
Relation zwischen Konsument und Produzent empfindlich berührt. Soll
die gesamtwirtschaftliche Entwicklung positiv sein, gilt es gerade
diese Bindung zu stärken anstatt sie unnötig zu belasten. Eine
Aussetzung der Werbesteuer für einen beschränkten Zeitraum kann
durchaus als möglicher Turbo fungieren und die Werbekonjunktur wieder
mehr in Fahrt bringen", so Palla. Vehement lehnt die IAA die vom
Finanzministerium neuerlich in die Diskussion geworfene Idee eines
Abtausches von Werbesteuer gegen Flugblattsteuer ab. "Bei diesem
'Floriani-Ansinnen' werden wir nicht mitmachen", hielt Palla einmal
mehr fest.

Werbebilanz 2010, Werbetrends 2011

"Focus Media Research"-Geschäftsführer Mag. Josef Leitner
präsentierte "Werbebilanz 2010, Werbetrends 2011": Der
Gesamtwerbeaufwand stieg 2010 um 8,7 Prozent von 3,37 Milliarden Euro
auf 3,66 Milliarden Euro (Hochrechnung: Basis 1 - 10/2010). Die
Erwartungen von Auftraggebern und Agenturen für 2011 sind, laut
Focus-Umfrage, unterschiedlich: Die werbetreibende Wirtschaft gehe
von einem Minus von 1,2 Prozent aus, die Agenturen rechneten
allerdings mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent, schloss Leitner.

Positive Werbeentwicklung vor allem im Online-Bereich

Laut Mindshare-CEO Mag. Friederike Müller-Wernhart sollte es 2011 zu
einer weiteren positiven Werbeentwicklung kommen, die sich
insbesondere im Online-Bereich mit zweistelligen Wachstumsraten
niederschlagen wird. "Während des Jahres 2010 hat sich die
Auslastungssituation der TV-Sender sehr stark entwickelt bis hin zur
Verknappung von Werbezeit", resümierte Müller-Wernhart. Folglich fand
Werbung auch zum ersten Mal Eingang in Video-on-Demand. "Aus einer
Untersuchung wissen wir, dass ein Drittel der Personen, die eine
TV-Sendung verpasst haben, sich diese als Video-on-Demand über
Sender-Mediatheken ansieht. Damit wird die TV-Nutzung auch auf die
digitale Welt ausgeweitet."

Digitale Umbrüche in der Werbung

Auch Thomas Saliger (XXXLutz) sah das Jahr 2010 positiv. 2011 werde
der Online-Werbemarkt explodieren. "Die zurzeit starken Marken werden
die digitale Competition gewinnen. Wer den digitalen Zug versäumt,
verliert seine Markenposition", prophezeite Saliger.

Die Highlights 2010

Unter den Highlights 2010 nannte Palla neben der positiven
Konjunkturentwicklung die Einführung von iPad und die Verbreitung von
Social Media als neue besondere Herausforderungen der Branche.
Besonders erfreulich war die 26. Vergabe der EFFIE-Preise mit einem
Platin-EFFIE für das Technische Museum als Höhepunkt.

EU Bürokraten attackieren Marketing. Kommt "Plain Packaging"?

Die "Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher" (DG SANCO) der EU
beschäftigt sich mit einer möglichen Änderung der Direktive zu den
Tabakerzeugnissen und schlägt unter drei Optionen eine vor, die die
Einführung von Einheitspackungen für Zigaretten vorsieht (generic or
plain packaging), berichtete Max Palla. Dagegen protestiere die IAA
auf das Allerschärfste und hat in einer europaweit konzertierten
Aktion im November eine Protestresolution an DG SANCO in Brüssel
eingebracht. "Wir wollen uns damit keineswegs in den Dienst der
Tabakindustrie stellen - der gesundheitsgefährdende Charakter des
Rauchens ist hinlänglich dokumentiert -, aber setzen uns für Marken
und Marketing ein", so der IAA-Präsident. "Marken erleichtern dem
Konsumenten die Auswahl und bieten ihm Sicherheit hinsichtlich
Produktion und Qualität. Einheitsverpackungen erinnern an vergangene
Ostblock-Traditionen und verhindern Wettbewerb." Ein Zwang zu
Einheitsverpackungen würde Markenwerte in Milliardenhöhe vernichten,
meinte Palla. "Wenn wir jetzt bei Tabak beginnen, wo wird das enden?
Beim Einheitsauto, dem Einheitsbier oder der Einheitszeitung? Die IAA
steht für 'Freedom of commercial speech' und lehnt totalitär
verordnete Einheitsprodukte ab!", gab sich IAA-Präsident Max Palla
kampfeslustig.

IAA: Ein einzigartiges globales Netzwerk. 4.000 Mitglieder. 56
Chapter. 76 Länder

Die International Advertising Association (IAA) mit Hauptsitz in New
York wurde 1938 gegründet, um sich für die verantwortungsvolle
Gestaltung von Werbekommunikation einzusetzen. Die IAA mit ihren 56
Chaptern in 76 Ländern ist eine einzigartige globale Partnerschaft,
deren Mitglieder sich aus Werbetreibenden, Medien, Werbeagenturen,
Medienunternehmen sowie Akademien zusammensetzen. Die IAA ist eine
Plattform für Belange der Branche und setzt sich für den Schutz und
die Freiheit der Marktkommunikation, verantwortungsbewusste Werbung,
die Verbraucherwahl und die Ausbildung von Marketingspezialisten ein.
Weiterführende Informationen sind unter www.iaaglobal.org abrufbar.

Rückfragehinweis:
IAA-Presse
Mag. Rudolf Fehrmann
(01) 87878 - DW 12765
http://www.iaaat.org
[email protected]

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