- 09.12.2010, 12:58:39
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FORMAT: Finanz fordert 6,9 Millionen Euro von Walter Meischberger
Umstrittener Buwog-Lobbyist steht vor Liquiditätsproblem
Wien (OTS) - Das Finanzamt fordert von Walter Meischberger eine
Steuernachzahlung im Zusammenhang mit seinen unversteuerten
Buwog-Provisionen in der Höhe von 6,9 Millionen Euro. Dies berichtet
das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden
Ausgabe.
Die Steuerschuld betrifft die Jahre 2004 bis 2007 und setzt sich laut
FORMAT wie folgt zusammen: 4,6 Millionen Euro Einkommensteuer und 1,6
Millionen Umsatzsteuer sowie 734.000 Euro Anspruchszinsen und 31.000
Euro Säumniszuschlag.
Für das Lobbying beim Buwog-Verkauf im Jahr 2004 flossen in Summe 7,7
Millionen Euro via Zypern und Liechtenstein an Walter Meischberger.
Trotzdem kann er die Steuerschuld laut FORMAT nicht allein stemmen,
weil seine Investments in Aktien, Immobilien und
Unternehmensbeteiligungen entweder über die Jahre an Wert verloren
haben oder illiquide sind.
Das akute Liquiditätsproblem könnte für Meischberger in einem
wirtschaftlichen Desaster enden. Denn sollte er die Abgabenansprüche
nicht rechtzeitig befriedigen, dann droht ihm laut FORMAT eine
Bestrafung nach dem Finanzstrafgesetz. "Die Abgabenhinterziehung wird
mit einer Geldstrafe bis zum Zweifachen des Verkürzungsbetrags (der
ungerechtfertigten Abgabengutschrift) geahndet", heißt es im
Paragrafen 33 FinStrG. Und für besonders schwere Fälle gilt: "Neben
der Geldstrafe ist (...) auf Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu
erkennen."
Weder Walter Meischberger noch sein Rechtsanwalt waren für eine
Stellungnahme erreichbar. FORMAT betont ausdrücklich, dass bis zu
einer rechtskräftigen Verurteilung für Meischberger die
Unschuldsvermutung gilt.
Rückfragehinweis:
FORMAT Business
Ashwien Sankholkar
01-21755-4126
www.format.at
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