FORMAT: Finanz fordert 6,9 Millionen Euro von Walter Meischberger

Umstrittener Buwog-Lobbyist steht vor Liquiditätsproblem

Wien (OTS) - Das Finanzamt fordert von Walter Meischberger eine Steuernachzahlung im Zusammenhang mit seinen unversteuerten Buwog-Provisionen in der Höhe von 6,9 Millionen Euro. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Die Steuerschuld betrifft die Jahre 2004 bis 2007 und setzt sich laut FORMAT wie folgt zusammen: 4,6 Millionen Euro Einkommensteuer und 1,6 Millionen Umsatzsteuer sowie 734.000 Euro Anspruchszinsen und 31.000 Euro Säumniszuschlag.

Für das Lobbying beim Buwog-Verkauf im Jahr 2004 flossen in Summe 7,7 Millionen Euro via Zypern und Liechtenstein an Walter Meischberger. Trotzdem kann er die Steuerschuld laut FORMAT nicht allein stemmen, weil seine Investments in Aktien, Immobilien und Unternehmensbeteiligungen entweder über die Jahre an Wert verloren haben oder illiquide sind.

Das akute Liquiditätsproblem könnte für Meischberger in einem wirtschaftlichen Desaster enden. Denn sollte er die Abgabenansprüche nicht rechtzeitig befriedigen, dann droht ihm laut FORMAT eine Bestrafung nach dem Finanzstrafgesetz. "Die Abgabenhinterziehung wird mit einer Geldstrafe bis zum Zweifachen des Verkürzungsbetrags (der ungerechtfertigten Abgabengutschrift) geahndet", heißt es im Paragrafen 33 FinStrG. Und für besonders schwere Fälle gilt: "Neben der Geldstrafe ist (...) auf Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu erkennen."

Weder Walter Meischberger noch sein Rechtsanwalt waren für eine Stellungnahme erreichbar. FORMAT betont ausdrücklich, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung für Meischberger die Unschuldsvermutung gilt.

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