- 07.12.2010, 16:13:45
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Salzburger Medikamentenvereinbarung rechtswidrig und finanziell wirkungslos
Medikamenten Einsparungen der SGKK bleiben hinter Vorjahr und unter Erwartungen
Wien (OTS) - Placebo nennt man in der Medizin wirkungslose
Substanzen die zu Kontrollzwecken eingesetzt werden. Um ein Placebo
scheint es sich bei den finanziellen Auswirkungen der Salzburger
Medikamentenliste zu handeln. Die von der SGKK angestrebten
Einsparungen von Euro 4 Mio. wurden klar verfehlt. "Wenn SGKK Obmann
Schluckner nun versucht Einsparungen von Euro 2,5 Mio. als Erfolg
darzustellen, gibt er damit indirekt zu, dass die rechtswidrige
Medikamentenliste finanziell praktisch wirkungslos war", reagiert
Pharmig Generalsekretär Dr. Huber auf Aussagen der SGKK gegenüber der
APA. Von den genannten 2,3 Prozent Einsparungen im ersten Halbjahr
sind nach den der Pharmig vorliegenden Daten nur 1 Prozent
nachvollziehbar.
2009 konnte die SGKK nach eigenen Angaben Einsparungen von Euro 5,23
Mio. (Gebarung SGKK 2009) erzielen und das ohne den Einsatz einer
Rechtswidrigen Medikamentenliste. Zusätzlich führen heuer bundesweit
Preissenkungen durch die Pharmawirtschaft, Apotheker und
Patentabläufe zu Einsparungen der Krankenkassen bei
Medikamentenausgaben im Ausmaß von Euro 220 Mio. Dadurch kommt es bei
allen Krankenversicherungen zu Einsparungen.
Somit zeigt sich, dass die Salzburger Liste den erwarteten
finanziellen Erfolg deutlich verfehlt. Gleichzeitig bedeutet das
Vorgehen der SGKK, Ärzte in ihrer Verschreibepraxis zu kontrollieren
und bei Missachtung der strengen Vorgaben zu Sanktionen anzudrohen
eine massive Verunsicherung für die Patienten. Viele Menschen werden
dadurch zu häufigerem Wechsel ihrer Medikamente mit allen damit
verbundenen Nachteilen gezwungen.
"Die SGKK sollte ihre Erfolge an den Leistungen für ihre Versicherten
und nicht an abgehobenen Sparzielen definieren. Eine Kasse die gut
Euro 100 Mio. Rücklagen hat, darf nicht am Heilerfolg der Patienten
sparen," so Huber.
Den Salzburger Versicherten wird durch die Salzburger
Medikamentenliste der Zugang zu innovativen Arzneimitteln erschwert
oder sogar verunmöglicht. Diese Vorgehensweise ist rechtlich nicht
gedeckt. Um das klarzustellen hat die Pharmig eine Klage beim
Landesgericht Salzburg eingebracht.
"Der Pharmig geht es darum in Salzburg wieder auf die Grundlage der
Rechtsordnung zurückzufinden und die Versorgung der Bevölkerung mit
innovativen Arzneimitteln für die Zukunft sicher zu stellen", so
Huber abschließend.
Rückfragehinweis:
Pharmig Kommunikation
Tel: 01/40 60 290
[email protected]
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