- 07.12.2010, 15:30:43
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ÖSTERREICH: Eklat um Cancun-Flug von Berlakovich
Diplomaten ließen Minister in Paris stranden - Atachée aus Paris abberufen.
Wien/Paris/Cancun (OTS) - Laut einem Bericht der Tageszeitung
ÖSTERREICH (Mittwoch-Ausgabe) wurde Umweltminister Niki Berlakovich
zum ersten Opfer des Klimawandels: Die wichtigsten Verhandlungen beim
UN-Gipfel in Cancun (Mexiko) begannen Dienstag ohne den
österreichischen Umwelt-Minister - weil zuerst das Wetter und dann
die heimische Diplomatie die Reisepläne des Ministers vereitelten:
Montag wollte Berlakovich via Paris zum Klimagipfel der UNO nach
Cancun fliegen. Berlakovich zu ÖSTERREICH: "Witterungsbedingt hob die
Air France verspätet aus Wien ab."
"Es ging um ein paar Minuten, die der Anschlussflieger nach Cancun
auf uns hätte warten müssen", berichtet Berlakovich von dem Vorfall.
"Wir haben bei der Botschaft in Paris angerufen, damit uns die
Diplomaten abholen und dafür sorgen, dass der Flieger auf uns wartet.
Als wir in Paris landeten, war aber kein Mensch da. Der Flieger nach
Cancun war gerade abgeflogen."
Der Ärger des Ministers, der in Mexiko mit Entwicklungsländern
und China sowie den USA entscheidende Verhandlungen zum CO2-Abbau
hätte führen sollen und stattdessen in Paris festsaß, ist gewaltig:
"Das war ja kein Ausflug von mir. Da geht es um unsere Zukunft. Mir
graut davor, was einem Normalbürger auf Reisen passieren kann, wenn
unsere Diplomaten schon Ministern so wenig helfen. Das muss
Konsequenzen haben."
Erste Folge: Birgit Hell, Attachée für Agrarfragen an der Pariser
Botschaft, wurde nach Wien abberufen. Weitere Köpfe im Außenamt
sollen rollen. Der Minister konnte erst am Dienstag um 13.30 Uhr via
New York zur zweiten Etappe seiner Irrfahrt nach Cancun starten.
Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]
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