• 07.12.2010, 11:30:25
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GRAS an BMWF: in spätnächtlichen Fieberträumen?

GRAS entsetzt über überfallsartige Einführung flächendeckender Zugangsbeschränkungen

Wien (OTS) - Die vom Wissenschaftsministerium Montag Nacht in
Begutachtung geschickte Änderung des Universitätsgesetz 2002 sieht
bereits ab Beginn des Sommersemesters die Möglichkeit allgemeine
Zugangsbeschränkungen einzuführen, sowie Zwangsberatung für
StudienanfängerInnen vor. "Das ist die entgültige Abschaffung von
allem, was vom Ideal des freien Hochschulzugangs nach Gehrer und Hahn
noch übrig ist," so Selin Naci von der GRAS (Grüne und Alternative
StudentInnen). "Die SPÖ sollte sich gut überlegen, ob sie dabei als
Komplizin in Erinnerung bleiben möchte"

Die vom Ministerium vorgesehene Frist von 4 Tagen für Stellungnahmen
von Betroffenen und ExpertInnen zum Entwurf kann eigentlich nur als
Frotzelei gemeint sein. "Das Ministerium braucht selbst für eine
simple Rechtmittelauskunft Monate,.." ist Naci verärgert. Österreich
hat bereits jetzt zu wenige StudienanfängerInnen und zu wenige
AbsolventInnen. "Anstatt sich über AnfängerInnenzahlen, die sich
langsam dem internationalen Schnitt anpassen zu freuen, und den
Universitäten ein den angestiegenen Studierendenzahlen entsprechendes
Budget zur Verfügung zu stellen, werden Studierende unter dem Vorwand
bessere Studienbedingungen zu schaffen noch stärker selektiert, die
Hürden zum Studium weiter erhöht", so Naci entsetzt.

Selbst die Studien des Minsteriums zeigen genau, wer durch
Aufnahmeprüfungen und Zugangsbeschränkungen vom Studium
ausgeschlossen wird - Frauen und sozial schlechter gestellte werden
durch solche Maßnahmen von den Universitäten gedrängt, der Zugang zu
Universitäten über den "zweiten Bildungsweg" (Berufsreifeprüfung,
Studienberechtigungsprüfung) wird fast
verunmöglicht."Bildungeministerin Karl kann doch nicht ernsthaft
glauben, dass sich die Studierenden diese Anti-Bildungspolitik
gefallen lassen - scheinbar hat sie aus den Protesten der letzten
Jahren rein gar nichts gelernt" schließt Naci von der GRAS und
kündigt damit schon jetzt Protestmaßnahmen an.

Rückfragehinweis:
GRAS-Presseteam
0650/3503904
[email protected]
wwww.gras.at

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