• 06.12.2010, 14:00:11
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Wanda Fischer aus Floridsdorf erhält AUVA-Pflegepreis Wien 2010

Wien (OTS) - Für die Energie und Unverdrossenheit, mit der Wanda
Fischer ihren bei einem Wegunfall schwer verletzten Mann Thomas seit
rund 17 Jahren zu Hause pflegt, erhielt die Floridsdorferin 2010 den
AUVA-Pflegepreis für Wien. Im Namen von Bürgermeister Dr. Michael
Häupl und der Stadträtin für Gesundheit und Soziales, Mag.a Sonja
Wehsely, bedankte sich Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des
Gesundheits- und Sozialausschusses KR Kurt Wagner. Mag. Friederike
Lackenbauer, Direktorin der AUVA Landesstelle Wien, und Reinhold
Pflügl, Bundesvorsitzender-Stellvertreter der Gewerkschaft Bau-Holz,
übergaben die Preise und gratulierten am Montag, dem 6. Dezember um
14 Uhr im Steinsaal des Wiener Rathauses.

Neben der Familie und Freunden gratulierten Ilse Fitzbauer, Stv.
Bezirksvorsteherin Wien-Floridsdorf, Anton Hiden, Sekretär
Gewerkschaft Bau-Holz, Manfred Schweizer, Obmann Verband
Querschnittgelähmter Österreichs, Mag. Reinhard Minixhofer,
Direktor-Stellvertreter AUVA-Landesstelle Wien, Dr. Dieter
Eschberger, Jury und Chefarzt AUVA-Landesstelle Wien, DGKS Christine
Miskolczi, Jury und Pflegedienstleiterin des AUVA-Unfallkrankenhauses
und Rehabilitationszentrum Meidling, Ing. Mag. Franz Preßlmayer,
Leiter Rehabilitationsabteilung AUVA, Mag. Peter Glavac, Leiter
Leistungsabteilung AUVA-Landesstelle Wien und Herbert
Mayrold-Neubauer, Rehabilitationsberater, AUVA-Landesstelle Wien.

"Das war eine Fügung des Schicksals, dass ich den Autounfall
damals heil überstanden habe. Trotzdem war ich mir lange Zeit nicht
sicher, was auf mich zukommen wird. Heute passt es. Ich bin glücklich
und dankbar, dass ich einen Partner habe, mit dem ich den Tag
besprechen kann", skizziert Wanda Fischer die ärgsten Klippen in
ihrem Leben. Sie pflegt seit dem schweren Wegunfall im Oktober 1992
ihren damaligen Freund und jetzigen Mann Thomas. Für diese rund 17
Jahre aufopfernde Pflege und die Energie, mit der sie ihrem Mann ein
aktives und abwechslungsreiches Leben trotz schwerster Unfallfolgen
ermöglicht, bekam die vierzigjährige Wienerin den AUVA-Pflegepreis
Wien für 2010.

Das junge Paar - Thomas ist Wandas erste große Liebe - war Anfang
20 und am Weg von einer Dienstbesprechung in Wien zum damaligen
Wohnsitz in Tirol, als sich der schwere Autounfall auf der
Westautobahn ereignete. Leider hatte Thomas Fischer nicht so viel
Glück wie seine Begleiterin. Er leidet seit damals an den Folgen
eines schweren Schädel-Hirn-Traumas und innerer Verletzungen.
Erhebliche neurologische Defizite behindern seine Bewegungen,
verlangsamen sein Denken und Sprechen. Dank intensiven Trainings kann
er langsam und eine gewisse Zeit gut verständlich sprechen. Auch sein
Bewegungsvermögen hat sich verbessert. Eine wichtige Rolle spielt der
Partnerhund, ein neunjähriger Golden Retriever, - vor allem, wenn
Dinge hinunter fallen und aufgehoben werden müssen. Gemeinsam sind
sie viel entlang des Marchfeldkanals unterwegs.

Wanda Fischer arbeitet in Teilzeit weiter als Assistentin in einer
Zahnarztpraxis ganz in der Nähe der Wohnung in Wien-Floridsdorf. Mit
ihrem großen Freundeskreis werden auch weitere Reisen unternommen.
Zum Beispiel geht es jedes Jahr über Silvester mit Freunden und Hund
nach Frankreich in ein gemietetes Chalet.

Allerdings hat sich die vor allem anfangs intensive Pflege schon
mit gesundheitlichen Problemen bei Wanda Fischer bemerkbar gemacht:
nach mehreren Bandscheibenvorfällen - einer führte sogar zu einer
kurzen Lähmung - ist sie einmal in der Woche selbst in
Physiotherapie.

Thomas Fischer ist dank Pension, Versehrtenrente und Pflegegeld
der Stufe 5 finanziell abgesichert. Die AUVA hat bislang mit den
notwendigen Hilfsmitteln (Gehilfen, Rollstuhl, Badewannenlift,
Brillen, div. Behelfe), sowie mit Zuschüssen zu Therapien, zum
Autokauf und zu Partnerhunden geholfen.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,5 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 420.000 Selbständige
sowie 1,3 Millionen Schüler und Studenten. Die Landesstelle Wien
betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland 42
Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten 120.000 Verletzte in
den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie
1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und
Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA
finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung aus
Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige
Kernaufgabe der AUVA - die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung
von Berufskrankheiten senkt die Kosten für die drei weiteren
Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle
Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

Rückfragehinweis:

Gabriela Würth
   Öffentlichkeitsarbeit der AUVA-Landesstelle Wien
   Telefon: 02242-38300
   Telefon mobil: 0676 33 24 879
   E-Mail: [email protected]
   Im Internet: www.auva.at/wien.

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