- 06.12.2010, 09:08:01
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GLOBAL 2000: Österreich auf Platz 40 der 57 größten Klimasünder!
Schlechtes Abschneiden österreichischer Klimapolitik auch im internationalen Vergleich - BM Berlakovich muss endlich Kurs ändern
Wien/Cancun (OTS) - Während bei der Klimakonferenz in Cancun um
ein verbindliches Abkommen gerungen wird, hat Germanwatch die
Klimapolitik von 57 Staaten analysiert. Die Umweltschutzorganisation
GLOBAL2000 hat Germanwatch bei der Erstellung des Klimaschutzindex
unterstützt. Das Ergebnis: Österreich liegt mit dem 40 Platz im
hinteren Drittel. "Dieser Index zeigt, dass bei der Klimapolitik in
Österreich nach wie vor dringender Handlungsbedarf besteht. Wir
brauchen dringend ein Klimaschutzgesetz im Verfassungsrang, um den
notwendigen Kurswechsel endlich verbindlich einzuleiten," fordert
Johannes Wahlmüller, Klimaschutzexperte der Umweltschutzorganisation
GLOBAL 2000.
Im Index, der jährlich die Klimapolitik der 57 Staaten mit dem
größten CO2-Ausstoß untersucht, bleiben die Plätze eins bis drei
unbesetzt: Kein Land betreibt eine Klimaschutzpolitik die ausreicht
um den gefährlichen Klimawandel abzuwenden. "Dass Österreichs
Klimapolitik im internationalen Vergleich so schlecht abschneidet ist
kein Naturgesetz," so Wahlmüller, "auch wir können unsere Häuser
sanieren, Ökostrom ausbauen und unser Steuersystem ökologisieren.
Diese Maßnahmen bringen nicht nur Klimaschutz, sondern auch
langfristige wirtschaftliche Vorteile. Es ist völlig unverständlich
warum in Österreich nicht endlich gehandelt wird. Der Klimawandel
lässt sich nicht aussitzen"
ZTL.: Kyotoprotokoll muss weitergeführt werden
Auch auf internationaler Ebene ist Handlungsbedarf gegeben. "Wenn
Minister Berlakovich heute auf der Klimakonferenz in Cancun
eintrifft, muss er in den Kernpunkten der Verhandlungen klare
Aussagen treffen. Wir brauchen an erster Stelle einen klaren
Beschluss zur Weiterführung des Kyoto-Protokolls", so Wahlmüller.
Weiters fordern die UmweltschützerInnen, Risikotechnologien wie
Atomkraft oder auch Techniken zur CO2-Einlagerung unter der
Erdoberfläche eine klare Absage zu erteilen und sie nicht unter dem
Deckmantel des Klimaschutzes zu forcieren. Ein globaler Klima-Fonds
müsse eingerichtet werden, der den Ärmsten der Armen auch tatsächlich
unter die Arme greife und eine transparente Berichterstattung über
die Mittelaufbringung gewährleiste. "Entgegen der Bremser-Position in
Kopenhagen muss sich Österreich jetzt für ein Waldschutzabkommen
stark machen, das die globalen Wälder auch wirksam schützt. So ein
Abkommen wird es aber nur geben, wenn auch die Industrieländer
Emissionen, die bei der Abholzung von Wäldern entstehen, fair
bilanzieren", so Wahlmüller abschließend.
Johannes Wahlmüller ist der NGO-Vertreter in der österreichischen
Delegation bei der Klimakonferenz in Cancun.
Rückfragehinweis:
Jens Karg, Tel.: 0699 14 2000 20, Simonne Baur, Tel.: 0699 14 2000 23 [email protected]
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