- 04.12.2010, 20:35:28
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Was vom Vorhaben übrig blieb ... (von Claudia Grabner)
Ausgabe 5. Dez. 2010
Klagenfurt (OTS) - Man könnte jetzt ein bisschen gemein sein - und
zynisch anmerken: Der Kanzler ist seiner Zeit etwas hinterher. Er
droht dem ÖVP-Koalitionspartner in der Bildungspolitik mit einer
Kampfansage: Öffentlich will er Druck machen und "alles unternehmen,
um die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen durchzusetzen".
Etwas spät. Die Gesamtschule steht seit Jahren in Diskussion, und
ebenso lange im Parteiprogramm der SPÖ ... Freilich, man könnte
Werner Faymanns Outing auch als Spitzen-Taktik loben - und ihm
anerkennend Weitblick zugestehen: Der Kanzler ahnt, welch
bildungspolitischen Sprengstoff der Entwurf zur neuen
Lehrerausbildung birgt. Das tut er in der Tat. Vom Vorhaben, allen
Pädagogen eine einheitliche vollakademische Ausbildung abzuverlangen,
hat nur das Bekenntnis zur einheitlichen Ausbildung überlebt. Der
Zusatz vollakademisch wurde irgendwo auf dem Weg zwischen Vorhaben
und Entwurf ad acta gelegt. Künftig soll die Minimalanforderung
(Bakkalaureat) reichen, um an allen Schultypen unterrichten zu
können. Nur so, zum Nachfragen: Wie war das mit der Aussage,
Österreich wolle nur die Allerbesten als Lehrer haben?
Rückfragehinweis:
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