GÖD-Bundesheergewerkschaft legt sich fest: "Ja zur Wehrpflicht!"

Wehrpflicht sowohl für Inlands- als auch Auslandsaufgaben notwendig und essentiell

Wien (OTS) - In einer gemeinsamen Resolution der erweiterten Bundesleitung der Bundesheergewerkschaft legt sich die GÖD-Bundesheergewerkschaft fest und bekennt sich auch für die Zukunft zum bewährten System der allgemeinen Wehrpflicht. Diese Resolution wurde nun einstimmig mit den Stimmen der christdemokratischen (FCG) als auch sozialdemokratischen (FSG) Gewerkschaftern beschlossen. "Nur durch die Aufrechterhaltung der Wehrpflicht kann das Österreichische Bundesheer auch in Zukunft alle verfassungsmäßig vorgegebenen Aufgaben erfüllen. Wir fordern Bundesminister Darabos auf, bei Berechnung und Vorlage der verschiedenen Szenarien nur jene vorzulegen und zu prüfen, die auch in Zukunft Assistenzeinsätze in der Größenordnung von rund 10.000 Mann gewährleisten können. Alles andere wäre unserer Bevölkerung gegenüber unverantwortlich - man denke nur an eventuelle Hochwasser-, Lawinen- oder Schneeräumungseinsätze im Inneren", erklärte heute der Vorsitzende der Bundesheergewerkschaft, Willi Waldner.

Die Erfüllung dieses Aufgabenspektrums wird von unserer Bevölkerung mit Recht erwartet und bildet auch die Basis für die gesellschaftliche Akzeptanz des Bundesheeres. Doch auch für alle Auslandseinsätze sei die Aufrechterhaltung der Wehrpflicht notwendig. So müsse man dafür speziell ausgerüstete und ausgebildete Kaderpräsenzeinheiten (KPE) bereithalten, für die die Zahl der Präsenzdiener eine wichtige Rekrutierungsbasis darstellt. Nur dadurch könne man im Sinne einer Bestenauswahl ausreichend Soldaten im Ausbildungsdienst bzw. spätere KPE-Soldaten gewinnen. Dadurch wird auch im Krisenfall die notwendige Basis für eine sogenannte "Aufwuchsfähigkeit" des Bundesheeres im Kader- als auch im Milizbereich geschaffen.

Bundesheer leistet demokratiepolitisch wichtige Aufgaben!

In diesem Zusammenhang forderte der oberste Bundesheergewerkschafter auch einen Blick auf die "immateriellen" gesellschaftspolitischen Leistungen des Bundesheeres. "Nur mit der allgemeinen Wehrpflicht wird sichergestellt, dass das Österreichische Bundesheer ein von der Gesamtbevölkerung getragenes und im Bewusstsein der Einwohner Österreichs verankertes Krisenbewältigungsinstrument bleibt. Die allgemeine Wehrpflicht mit ihrer Werte- und Bewusstseinsbildung ist zudem ein wesentlicher Träger für die Integration von Österreichern mit Migrationshintergrund", heißt es dazu wörtlich in der Resolution. "Wir dürfen auch diese Aspekte nicht leichtfertig verspielen", sagte Waldner abschließend.

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Wilhelm Waldner, Vorsitzender
GÖD / Bundesheergewerkschaft
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