• 03.12.2010, 12:20:47
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GÖD-Bundesheergewerkschaft legt sich fest: "Ja zur Wehrpflicht!"

Wehrpflicht sowohl für Inlands- als auch Auslandsaufgaben notwendig und essentiell

Wien (OTS) - In einer gemeinsamen Resolution der erweiterten
Bundesleitung der Bundesheergewerkschaft legt sich die
GÖD-Bundesheergewerkschaft fest und bekennt sich auch für die Zukunft
zum bewährten System der allgemeinen Wehrpflicht. Diese Resolution
wurde nun einstimmig mit den Stimmen der christdemokratischen (FCG)
als auch sozialdemokratischen (FSG) Gewerkschaftern beschlossen. "Nur
durch die Aufrechterhaltung der Wehrpflicht kann das Österreichische
Bundesheer auch in Zukunft alle verfassungsmäßig vorgegebenen
Aufgaben erfüllen. Wir fordern Bundesminister Darabos auf, bei
Berechnung und Vorlage der verschiedenen Szenarien nur jene
vorzulegen und zu prüfen, die auch in Zukunft Assistenzeinsätze in
der Größenordnung von rund 10.000 Mann gewährleisten können. Alles
andere wäre unserer Bevölkerung gegenüber unverantwortlich - man
denke nur an eventuelle Hochwasser-, Lawinen- oder
Schneeräumungseinsätze im Inneren", erklärte heute der Vorsitzende
der Bundesheergewerkschaft, Willi Waldner.

Die Erfüllung dieses Aufgabenspektrums wird von unserer
Bevölkerung mit Recht erwartet und bildet auch die Basis für die
gesellschaftliche Akzeptanz des Bundesheeres. Doch auch für alle
Auslandseinsätze sei die Aufrechterhaltung der Wehrpflicht notwendig.
So müsse man dafür speziell ausgerüstete und ausgebildete
Kaderpräsenzeinheiten (KPE) bereithalten, für die die Zahl der
Präsenzdiener eine wichtige Rekrutierungsbasis darstellt. Nur dadurch
könne man im Sinne einer Bestenauswahl ausreichend Soldaten im
Ausbildungsdienst bzw. spätere KPE-Soldaten gewinnen. Dadurch wird
auch im Krisenfall die notwendige Basis für eine sogenannte
"Aufwuchsfähigkeit" des Bundesheeres im Kader- als auch im
Milizbereich geschaffen.

Bundesheer leistet demokratiepolitisch wichtige Aufgaben!

In diesem Zusammenhang forderte der oberste
Bundesheergewerkschafter auch einen Blick auf die "immateriellen"
gesellschaftspolitischen Leistungen des Bundesheeres. "Nur mit der
allgemeinen Wehrpflicht wird sichergestellt, dass das Österreichische
Bundesheer ein von der Gesamtbevölkerung getragenes und im
Bewusstsein der Einwohner Österreichs verankertes
Krisenbewältigungsinstrument bleibt. Die allgemeine Wehrpflicht mit
ihrer Werte- und Bewusstseinsbildung ist zudem ein wesentlicher
Träger für die Integration von Österreichern mit
Migrationshintergrund", heißt es dazu wörtlich in der Resolution.
"Wir dürfen auch diese Aspekte nicht leichtfertig verspielen", sagte
Waldner abschließend.

Rückfragehinweis:
Wilhelm Waldner, Vorsitzender
GÖD / Bundesheergewerkschaft
Tel.: +43 (1) 310 02 23

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