Auf Friedensmission in Israel und Palästina

Diakonie Auslandshilfe entsendet ersten Ökumenischen Begleiter aus Österreich

Wien (OTS) - "Ökumenische Begleiter" sind FriedensarbeiterInnen
aus aller Welt, die in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten als zivilgesellschaftliche Zeugen auftreten. Erstmals macht sich nun ein Österreicher auf den Weg, unterstützt von der Diakonie Auslandshilfe, Pax Christi und dem Internationalen Versöhnungsbund.

Christoph Helberger hat ein intensives Training absolviert, und sich auf Konfliktlösung und den Umgang mit kritischen Situationen vorbereitet. Im Dezember wird er seinen dreimonatigen Einsatz beginnen. Ausgestattet mit einer Uniform, die eine Friedenstaube schmückt, Handy, Notizblock und Fotoapparat, wird er zum Beispiel Kinder auf dem Schulweg begleiten, bei aggressiven Auseinandersetzungen beruhigend dazwischen treten und bei Checkpoints als Beobachter präsent sein. Mögliche Schikanen und Gewaltakte an der Zivilbevölkerung wird er dokumentieren und an entsprechende Stellen weiterleiten.

Über seine Motivation gefragt, erklärt der 26jährige Student: "Die große Faszination, die das Engagement in dieser Region für mich birgt, liegt im Erleben der Emotionen und Verhaltensweisen, die die Menschen in diesem Konflikt zeigen. Was bedeutet Leben unter Besatzung, welche Mechanismen legitimieren sie. Es ist auch meine Überzeugung, dass eine sinnvolle Entwicklung der Region nicht den Politikern und Diplomaten allein überlassen werden darf - das klappt seit Jahrzehnten nicht. Es müssen Impulse von engagierten Menschen vor Ort und einer starken und couragierten nationalen und internationalen Zivilgesellschaft ausgehen."

Seit dem Jahr 2002 existiert das "Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel" (EAPPI), das vom Weltkirchenrat ins Leben gerufen wurde. Mittlerweile haben mehrere hundert Ökumenische BegleiterInnen aus aller Welt diesen gewaltfreien Dienst geleistet. Die österreichische Koordination für EAPPI wird von der Diakonie Auslandshilfe, dem Internationalen Versöhnungsbund, Pax Christi und dem Ökumenischen Rat in Österreich gemeinsam getragen. Die Einsätze der "Ökumenischen BegleiterInnen" werden über Spenden finanziert.

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