- 01.12.2010, 10:11:06
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Krise verursacht Wertewandel in der Wirtschaft
Unternehmen verlassen tradierte Pfade. Studienpräsentation durch Jank, Karmasin und Harl.
Wien (OTS) - 1.12.2010 - Welchen Leitbildern sind Unternehmen
bisher gefolgt? Hat die Krise einen Wertewandel verursacht? Der
Fachverband Unternehmensberatung und IT (UBIT) der WKO und die
Wirtschaftskammer Wien wollten es genau wissen und beauftragten
Karmasin Motivforschung, in qualitativen Interviews die
Wertelandschaft von Unternehmern zu durchleuchten und die gefragten,
neuen Leadership-Strategien der Zukunft zu erfassen. Ziel der
Untersuchung war es, einen Werte-Wegweiser für die Wirtschaft zu
erstellen und die Angebote der Wirtschaftskammer Wien noch besser an
die Bedürfnisse der Wiener Unternehmer anzupassen.
"Die Studie zeigt deutlich, wie sehr sich die Unternehmen in
Österreich in den letzten zwei Jahren verändert haben", unterstrich
Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank. Die
Unternehmensberater seien in dieser Zeit ein wichtiger Anker gewesen,
haben den Unternehmen die Sicht von außen ermöglicht und geholfen,
neu durchzustarten. "Die Unternehmen sind mit der Herausforderung
gewachsen und haben ihre Werte weiter entwickelt", so Jank. "Begriffe
wie Kommunikation, Qualität, Kundenverständnis oder
Internationalisierung haben eine neue Bedeutung bekommen und
beeinflussen das Handeln der Betriebe heute wesentlich stärker".
Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes UBIT zur Studie: "Wir wollten
wissen, wie sich die Werte und Leitbilder verändert haben bzw. ob wir
nun, nach der Krise vor einem Paradigmenwechsel stehen. Und vor allem
hat uns interessiert, wie geht es in der Zukunft weiter, welche
Eckpfeiler des Wertewandels können wir allen Mitgliedern weitergeben.
Diese Ergebnisse liegen nun am Tisch. Interessant ist, dass vielen
Firmen die Werkzeuge zur Veränderung klar sind, für die Umsetzung
jedoch Hilfe gesucht wird. Unternehmensberater können hier
entscheidende Impulse für die Zukunft liefern."
Ergebnisse der Studie im Überblick
Die Befragten gaben in der Untersuchung an, dass Sie sich in der
Vergangenheit vielleicht zu sehr auf betriebswirtschaftliche Ziele
konzentrierten, dass "Stabilität" und Festhalten an "Bewährtem" zu
den höchsten Werten zählte.
Im Gegensatz dazu sind nun neue Leitbilder, mehr Kreativität und
Innovationen gefragt sowie die Auseinandersetzung mit Kommunikation
auf allen Ebenen. Wissensmanagement zählt zu neuen Herausforderungen
so wie die Fähigkeit zur Selbstreflexion und die Bereitschaft, sich
auf die Komplexität des Marktes neu einzustellen. Dazu braucht es
Führungspersönlichkeiten, und kreative Mitarbeiter/innen, am besten
die, die englisch sprechen, mit Jung, Alt, Mann, Frau hinweg über
alle Kulturen in den realen oder virtuellen Dialog treten können.
"Excel-Manager" sind passé.
"Materielles Wachstum ist nicht alles", mehr verantwortungsvolles und
flexibles Wirtschaften ist gefragt, Ehrlichkeit und die Fähigkeit,
rasch Entscheidungen zu treffen, sind entscheidend für zukünftigen
Erfolg, so die Statements aus der Studie. Und weiter: neue Visionen
sind ebenso gefragt wie Wissensmanagement, fundierte Strategien und
die Fähigkeit des Unternehmens, bisherige Strategien in der
schnelllebigen Zeit in Frage stellen zu können. Dieser Gedanke wird
gleichzeitig als tatsächliche Herausforderung bezeichnet.
Die 14 Charakteristika der Unternehmen von morgen
1. Neues gesellschaftliches Wertesystem
2. Denken in langfristigen Zusammenhängen, aber dennoch kurzfristig
entscheiden können
3. Strategien und Leitbilder entwickeln und leben!
4. Von der Selbstherrlichkeit zur Selbstreflexion
5. Wissensmanagement und Wandelbereitschaft
6. Von reaktiv zu flexibel
7. Vom Chef/Chefin zur Identifikationsfigur
8. Talent, Leidenschaft und Neugierde von Mitarbeitern/innen fördern
9. Kreativität und Innovation
10. Kooperation/Kollaboration/Dialog
11. Neue Bodenständigkeit
12. Netzwerke entwickeln
13. Ehrlichkeit und Authentiziät
Die Wirtschaftskammer Wien bietet Wiener KMU ein konzentriertes
Maßnahmenbündel zur Neupositionierung
Die Wirtschaftskammer Wien selbst hat ihr Programm während all der
Veränderungsphasen laufend angepasst. So wurde am Beginn der
Finanzkrise eine Ombudsstelle für Finanzierungsfragen eingerichtet.
Vor zwei Monaten folgte eine weitere Ombudsstelle für
Bürokratieabbau. Das Aus- und Weiterbildungsangebot wurde ebenfalls
weiterentwickelt - etwa mit dem Jahr der Selbsterneuerung am
Hernstein Institut für Management und Leadership, das Unternehmen
geholfen hat, sich neu zu (er)finden. Höchst erfolgreich laufen auch
die Beratungen zum Thema Unternehmensentwicklung und Diversity
Management. "Die Nachfrage der Unternehmen nach unseren Leistungen
zeigt, wie sehr sich dien Betriebe mit ihrer künftigen Entwicklung
und werteorientierten Weiterentwicklung beschäftigen", so Jank.
Fotos unter:
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Die Studie wurde von der WKW und WKO anlässlich des 8. IT- &
Beratertages in Auftrag gegeben. Diese Veranstaltung ist das
jährliche Highlight der Branche und Höhepunkt der Consultant?s Days,
die sich mit Spezialthemen rund um Unternehmensberatung und IT
befassen. Der 8. IT- & Beratertag findet am 2.12.2010 in der Hofburg
statt.
Mit über 50.000 Mitgliedern ist der Fachverband Unternehmensberatung
und IT (UBIT) der zweitgrößte Fachverband der Wirtschaftskammer
Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmer und
Unternehmerinnen aus den Bereichen Unternehmensberatung,
Informationstechnologie, Buchhaltung sowie Telekom-Dienstleistung
wahr.
Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem
Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder
können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch
nehmen.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Wien Dr. Gary Pippan Presse & Medienmanagement Tel.: 01 51450-1314 mailto:[email protected] http://www.wko.at/wien
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