- 30.11.2010, 11:52:32
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Häupl/ Wehsely: Es geht voran mit dem Krankenhaus Nord
Wien (OTS) - "Es geht voran. Die konzentrierte Planungs- und
Konzeptarbeit war und ist für die Entstehung des modernsten Spitals
Europas entscheidend - diese Arbeit wird uns bis zur
Teilinbetriebnahme im Jahr 2015 laufend begleiten. Jetzt aber werden
bereits die ersten Fortschritte bei der Errichtung des Krankenhauses
Nord in Floridsdorf sichtbar", erklärten Bürgermeister Dr. Michael
Häupl und Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am
Dienstag im Rahmen des Pressegesprächs des Bürgermeisters. Weiter:
"Die Bagger sind längst aufgefahren. Die Abbrucharbeiten an den
ehemaligen ÖBB-Hallen sind seit Mitte Oktober voll im Gange und
verlaufen plangemäß." Nach deren Abschluss im Frühsommer 2011 geht es
weiter mit der Baugrubensicherung, dem Aushub der Baugrube und der
Dekontamination. "Für das zweite Halbjahr 2012 rechnen wir damit, mit
den Arbeiten für den Rohbau zu beginnen. 2015 wollen wir die ersten
PatientInnen vor Ort behandeln können", ergänzte Dr. Wilhelm Marhold,
Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes.
Frischer Wind für das Gesundheitswesen in Wien
"Das Krankenhaus Nord bringt in jeder Beziehung frischen Wind.
Modernste Betriebsstrukturen, kurze Wege und MitarbeiterInnen, die
alle in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen auf größtmögliche Effizienz
und Effektivität achten - so wird das Krankenhaus Nord zum Modell für
Spitäler der Zukunft. Drei Spitäler und Abteilungen aus ganz Wien
übersiedeln an den neuen Standort, das ist ökonomisch und medizinisch
sinnvoller", so Wehsely. So gewinnt die Umsetzung des Wiener
Spitalskonzepts an Fahrt.
Neue Wege gibt es auch im Bereich Qualitätssicherung. Wehsely: "Die
PatientInnen sind für das Gesundheitswesen der Maßstab: Sie legen uns
die Messlatte sehr hoch und wollen medizinische Angebote vergleichen
können. Wir müssen daher die Qualität messen sowie die Ergebnisse
sichtbar und vergleichbar machen."
"Wien modernisiert das Angebot für die PatientInnen dort, wo Wien
zuständig ist. Wenn Krankenkassen, Ärztekammer, Länder und Bund
zusammenarbeiten und jeweils in ihrem eigenen Wirkungsbereich
Verbesserungen umsetzen, werden wir das hohe Niveau in der
österreichischen Gesundheitsversorgung aufrecht erhalten", wies
Wehsely den Weg für weitere Anstrengungen. "Ein klares 'Nein' gibt es
aber zum Retro-Stil, bei sich selbst auf Veränderungen zu vergessen -
und den anderen Partnern gute Ratschläge zu erteilen." Wien hat
bereits bei der Entwicklung des Regionalen Strukturplans Gesundheit
gezeigt, wie die Erarbeitung gemeinsamer Ziele miteinander möglich
ist.
"Wenn es gelingt, gemeinsame Leitlinien für eine bessere und faire
Gesundheitsversorgung durch Spitäler, Ambulanzen und niedergelassene
ÄrztInnen zu erarbeiten, dann wird Wien mit dabei sein. Wer auf das
Gemeinwesen achtet, kann sich nicht gegen Schritte auf dem
Konsolidierungspfad wenden." Das Zeitfenster bis zum kommenden
Finanzausgleich 2013 müsse genützt werden. "Wir brauchen gemeinsam
definierte Konsolidierungsschritte, um den Ausbau neuer
Versorgungsmodelle zu ermöglichen", unterstrich Wehsely. In den
vergangenen Jahren sei es zu einer steten Verschiebung der Finanzlast
vom Bund zu den Ländern und Gemeinden gekommen, auch zur Beseitigung
dieser Problematik müssten Lösungsvorschläge auf den Tisch.
MitarbeiterInnen haben mitgeplant
"MitarbeiterInnen aus den Bereichen Krankenpflegepersonal,
medizinisch-technische Berufe sowie ÄrztInnen wurden bewusst in die
Planungen für das neue Haus einbezogen - sie haben größtes Engagement
und ihr Know-how eingebracht. Die künftigen NutzerInnen werden noch
im Dezember die Entwurfspläne aus ihrer Sicht freigeben", wies
Marhold auf diese völlig neue Art der NutzerInneneinbindung hin.
Der KAV konnte hervorragende MitarbeiterInnen für die interimistische
Leitung gewinnen. Univ.-Prof.in Dr.in Sylvia Schwarz wurde zur
interimistischen Ärztlichen Direktorin für das Krankenhaus Nord,
Oberschwester Annemarie Linsbauer zur interimistischen
Pflegedirektorin ernannt. Schwarz ist Abteilungsvorständin für
Anästhesie und Intensivmedizin im KH Hietzing. Annemarie Linsbauer,
geprüfte Krankenhausmanagerin und Oberschwester im Donauspital, kann
ebenfalls auf ein großes Maß an Erfahrung und Know-how zurückgreifen.
Schwarz und Linsbauer waren von Beginn an bei den Planungsarbeiten
dabei. "Die Personal- und Ausbildungsplanungen stehen ab sofort auf
der Agenda von Schwarz und Linsbauer", so der KAV-Generaldirektor.
Univ.-Prof. Dr. Walter Hruby ist für die medizinische Koordination
der Schnittstellen zwischen Donauspital und Krankenhaus Nord
zuständig. Hruby ist Abteilungsvorstand des Instituts für
Röntgendiagnostik im Donauspital. "Walter Hruby wird diese Aufgabe
wahrnehmen und ausfüllen, da es insbesondere zwischen diesen beiden
Spitälern einen Abstimmungs- und Koordinationsbedarf gibt.
Schließlich hat die medizinische Versorgung für die Bevölkerung im
Norden Wiens bestmöglich zu erfolgen", stellte Marhold klar.
Als nächste Arbeitsschritte im kommenden Jahr bezeichnete Marhold die
Einreich- und Ausführungsplanung, die Behördenverfahren sowie die
Ausschreibung weiterer Bauarbeiten.
Nachhaltigkeit nicht Kür, sondern Pflichtprogramm
"Für die Stadt Wien ist das Prinzip der Nachhaltigkeit - sowohl beim
Bau als auch bei der Betriebsführung ihrer Infrastrukturprojekte -
nicht nur ein hübsches Etikett oder die Kür, sondern ein
Grundprinzip, also eine Pflichtprogramm", strich Wehsely hervor. "Ich
lege Wert und bin auch stolz darauf, dass für das neue
Schwerpunktspital eine Nachhaltigkeitscharta vorliegt. Die Grundsätze
wurden in einer Broschüre aufbereitet und sind verbindlich, um bei
Errichtung und Betrieb des neuen Spitals die Umwelt und Ressourcen zu
schonen, Kosten zu sparen und die Gesundheit der PatientInnen und
MitarbeiterInnen zu fördern."
Aktive Kommunikation mit AnrainerInnen
Der Kommunikation rund um das Projekt wird ein ganz besonderer
Stellenwert eingeräumt. Als Ombudsfrau für das Krankenhaus Nord
fungiert Charlotte Staudinger. Sie ist als Ansprechpartnerin in
Sachen Information und Service von Montag bis Freitag in der Zeit von
7:30 Uhr bis 15:30 Uhr unter der Telefonnummer 0664/ 24 64 964 bzw.
per E-Mail (ombudsfrau.kh-nord@wienkav.at) erreichbar.
"AnrainerInnen in Floridsdorf werden regelmäßig über wesentliche
Entwicklungen informiert - schriftlich, im direkten Gespräch oder bei
Informationsveranstaltungen, wie erst kürzlich anlässlich des Beginns
der Abbrucharbeiten am Baugelände. Wir bemühen uns um eine gute
Nachbarschaft und wollen unseren Beitrag dazu leisten", schloss
Wehsely.
Das Krankenhaus Nord wird das modernste Spital Europas
Das neue Schwerpunktspital wird rund 800 Betten aufweisen und 2.500
Arbeitsplätze schaffen. Das Grundstück in der Brünner Straße ist
113.000 Quadratmeter groß und wird 6.000 Räume beherbergen. Für PKWs
stehen 1.085 Stellplätze zur Verfügung, die Erreichbarkeit ist
darüber hinaus mit den Schnellbahnlinien S3, S5, S6, S7, S9, RSB3,
RSB7, RSB9, den Straßenbahnlinien 30 und 31 sowie den Bussen 228, 420
und 426 gewährleistet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 825
Millionen Euro, 300 Millionen Euro davon werden über einen
kostengünstigen und langfristigen Kredit der Europäischen
Investitionsbank finanziert.
Rückfragehinweis:
Mag. Michael Eipeldauer Mediensprecher Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely Tel.: 01/ 4000/ 81 231 Fax: 01/ 4000/99 81 231 Handy: 0676/8118 69522 E-Mail: michael.eipeldauer@wien.gv.at Mag.a Andrea Danmayr Wiener Krankenanstaltenverbund Projekt Krankenhaus Nord Strategische Kommunikation Tel: +43 (1) 40409/70603 Fax: +43 (1) 40409/99-70053 E-Mail: andrea.danmayr@wienkav.at
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