• 30.11.2010, 09:25:40
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VIER PFOTEN: Plant EU einen Lebendrupf 2.0?

EFSA denkt über neue Formen von Lebendrupf nach: EU-Gänseproduzenten fordern striktes Verbot.

Wien (OTS) - Während die Europäische Union, vertreten durch das
wissenschaftliche Gremium EFSA, über das Kämmen und Bürsten von
Gänsen nachdenkt, setzen die EU-Gänseproduzenten ein Zeichen für die
Vernunft. Dieses Kämmen und Bürsten sind Methoden, die von Praktikern
aus der Gänseindustrie als unrentabler Unsinn bezeichnet bewerden.

Die zehn führenden EU-Gänsefleischproduzenten unterstützen die
Petition von VIER PFOTEN nach einem ersatzlosen, strengen Verbot
jeder Art von Entnahme von Federn und Daunen lebender Tiere. Diese
Fleischproduzenten sehen in neuen Rupfverfahren und Kontrollen -
ebenso wie VIER PFOTEN selbst - keine Chance auf Besserung. Bei
diesen Unternehmen handelt es sich unter anderem um den Marktführer
ANIMEX, um AMI, um Goldrob aus Polen, BACS TAK und TRANZIT KER aus
Ungarn sowie Ditmarscher und Eskildsen aus Deutschland. Sie alle
sehen nur eine Lösung: Ein Verbot von Lebendrupf, ohne jedewede
Ausnahmen.

Dass der sogenannte Mauserrupf sich in Sachen Tierquälerei von
Lebendrupf um nichts unterscheidet, zeigen aktuelle Recherchen von
VIER PFOTEN: "Es konnte zwanzigmal Mauserrupf dokumentiert werden,
dies sind zwanzig Beispiele massiver Tierquälerei", erklärt Marcus
Müller, Kampagnenleiter bei VIER PFOTEN.

Die von der EFSA nun geforderten Kontrollen sind ebenfalls zum
Scheitern verurteilt, da "die Behörden in den Gänserupfländern wie
Ungarn diese Tierquälerei systematisch decken", erklärt Müller: "Wir
haben Anzeige erstattet und Bildmaterial von blutenden Gänsen
eingereicht - diese Anzeige wurde dennoch eingestellt. Die
ungarischen Behörden sehen gezielt weg, wenn Gänse leiden."

Auch auf Seiten der Daunenindustrie sind Kontrollen kaum möglich.
Dies beweist ebenfalls eine aktuelle Recherche von VIER PFOTEN: Der
große deutsche Bettenhersteller Böhmerwald forderte ungarische
Lieferanten vor der versteckten Kamera von VIER PFOTEN dazu auf, die
Herkunftspapiere der Daunen aus Lebendrupf zu fälschen.

"Es ist ein Skandal, dass die EU nun versucht, eine solche
Tierquälerei neu aufzulegen, die sogar 90% der Geflügelindustrie
strikt ablehnt. VIER PFOTEN hofft, dass die EU Kommission nicht
diesen angeblichen Verbesserungen einer unverbesserlichen
Tierquälerei folgt."

Rückfragehinweis:

Mag. Nunu Kaller
   Press Office Austria
   Tel: +43-1-545 50 20-66       
   Mobile: +43 664 308 63 03
   Fax: +43 1 545 50 20-99
   [email protected]

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