- 29.11.2010, 11:29:08
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Spindelegger: "Wirtschaftliche Zusammenarbeit ist Kern der EU-Afrika Partnerschaft"
Außenminister nimmt am EU-Afrika Gipfel in Libyen teil
Tripolis (OTS) - "Die Partnerschaft mit dem afrikanischen
Kontinent eröffnet die Möglichkeit eine Fülle von entscheidenden
Zukunftsfragen gemeinsam zu diskutieren und vorwärtszubringen. Dazu
zählen etwa die Auswirkungen des Klima-Wandels, Konflikt-Prävention,
Armutsbekämpfung, gute Regierungsführung und das Thema "Migration",
unterstrich Außenminister Michael Spindelegger heute in Tripolis aus
Anlass des 3. Afrika-EU-Gipfels.
"Die afrikanischen Staaten sind heute nicht mehr nur Exporteure
von Rohstoffen oder einfache Exportmärkte. Sie sind vielmehr Partner
Europas in wichtigen Zukunftsfragen", stellte Spindelegger klar. "Wir
dürfen nicht in Denkweisen verharren, die in eine vergangene Zeit
gehören. Ich trete dafür ein, in Zukunft noch enger
zusammenzuarbeiten, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen,
wie etwa die Umsetzung von Infrastrukturprojekten oder die
Entwicklung eines Energie-Marktes, der den Bedürfnissen beider
Kontinente entspricht", so der Außenminister weiter. Spindelegger
verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Schlüsselrolle Afrikas
bei der Lösung der Herausforderungen rund um die Frage der Migration.
Die gemeinsamen Beziehungen müssten auf gegenseitigem Respekt gründen
und zum Nutzen beider Seiten sein. Kern der Partnerschaft sei die
wirtschaftliche Zusammenarbeit. "Afrika ist die neue
Wirtschaftsfront, die erkundet und entfaltet werden muss", so
Spindelegger.
Afrika wird für die EU zunehmend als Wirtschafts- und
Handelspartner interessant. Die EU ist für Afrika nach wie vor
wichtigster Handelspartner. Der Kontinent erzielt seit mehreren
Jahren hohe Wachstumsraten. Dies gehe zu einem großen Teil auf die
hohen Preise zurück, die afrikanische Staaten beim Export von
Rohstoffen wie Erdöl, Aluminium, Kupfer oder Gold erzielten.
Der österreichische Außenminister wird beim Gipfel insbesondere
auf die wichtigen Fragen der Energiesicherheit und des Klimawandels
eingehen. "Nachhaltige Energielösungen sind das Kernstück für
erfolgreiche Armutsbekämpfung und "grünes Wirtschaften". Gerade
österreichische Unternehmen gehören zu den Marktführern im Bereich
der "green energy", betont Außenminister Spindelegger. "Wir werden
die Kontakte, die wir mit der afrikanischen Energie-Szene knüpften,
weiterführen und bei der Umsetzung konkreter Projekte vertiefen."
Der bislang dritte EU-Afrika-Gipfel steht unter dem Generalthema
"Investitionen, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze". Auf der
Agenda stehen insgesamt 6 Unterthemen: Infrastruktur, Energie,
Klimawandel, Millenniums-Ziele, Landwirtschaft und
Ernährungssicherheit sowie Sicherheit. Geplant ist auch die
gemeinsame Afrika-EU-Strategie, die vor dem letzten Gipfel in
Lissabon 2007 angenommen wurde, durch einen zweiten Aktionsplan für
die Jahre 2011-13 zu konkretisieren. Besonderen Wert legt die EU
dabei auch auf die Themen gute Regierungsführung und Menschenrechte.
"Die Menschenrechte sind ein weltweites Gut, das wir erhalten,
festigen und verteidigen müssen". Daher werden die Europäische und
die Afrikanische Union diese Werte als Kernstück in ihre gemeinsame
Strategie aufnehmen. Ein offenes Gespräch über Menschenrechte zähle
wie Frieden, Sicherheit, Klimawandel, Migration und Entwicklung zu
den großen Herausforderungen der künftigen Zusammenarbeit, schloss
Spindelegger.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
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