Kärntner Tageszeitung - Kommentar: Zeitverzögerte Nicht-Reform (von Claudia Grabner)

Ausgabe 28. November 2010

Klagenfurt (OTS) - Fantasieloses wird nicht fantastischer, wenn
man die Fantasielosigkeit von morgen auf übermorgen verschiebt. Ein mutloses Papierl wird nicht weniger mutlos, wenn man die mutlosesten Sätze darin Tage später verliest. Ein schlecht gemachtes Budget wird ergo kein besseres Budget, wenn das Schlechte, das Fantasielose und das Mutlose darin zeitverzögert in Kraft treten. Unzulänglichkeit bleibt unzulänglich. Keine verzögerte Zeit ändert das. Und doch wünscht sich die Regierung für ihren Kraftakt der zeitverzögerten Unzulänglichkeit ein großes Hurra. Nun, also: Glückwunsch! Glückwunsch für die Naivität zu hoffen, dass da irgendjemand im Hause Österreich vor der budgetären Reparatur oder, um im koalitionären Jargon zu sprechen: vor den entschärften Härtefällen in die Knie gehen mag ... Vielmehr: Als erfahrener Österreicher ist die Befürchtung eine naheliegende - der Budgetmurks wird komplexer. Und der Verwaltungsaufwand noch ein bisschen kompli- zierter: Aber wofür hat man schon die Mehrgleisigkeit ...

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