- 26.11.2010, 12:22:08
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GÖD-Bundesheergewerkschaft: "Der Faschingsbeginn ist vorbei!"
Waldner fordert seriöse Personaldiskussion durch Bundesminister Darabos
Wien (OTS) - "Der Faschingsbeginn war bereits am 11. November - es
ist Zeit, dass Bundesminister Darabos nun wieder zu seriöser
Sacharbeit zurückkehrt. Jedenfalls sind die völlig unausgegorenen und
falschen Einsparungsvorschläge am Rücken der Bediensteten nicht
länger hinnehmbar! Nahezu täglich werden von Bundesminister Darabos
bzw. seiner Umgebung neue Sparvorschläge präsentiert, die allesamt
unausgegoren sind, auch nicht mit den Betroffenen bzw. der
Personalvertretung abgestimmt wurden und leider auch auf falschen
Fakten beruhen. Diese Art der effekthaschenden Ankündigungspolitik
trägt nur zur zunehmenden Verunsicherung der Bediensteten des
Bundesheeres und der Truppe bei", erklärte heute der Vorsitzende der
Bundesheergewerkschaft, Willi Waldner.
Nur ein Beispiel: Laut der heutigen Ausgabe der Tageszeitung
"Heute" will Bundesminister Darabos bis 2014 "1.000 Schreibtisch-Jobs
im Ministerium wegkürzen". "Dabei gibt es derzeit nur 965
Arbeitsplätze in der Zentralstelle des BMLVS, das Kabinett und die
Sportsektion sind dabei mit eingerechnet. Wenn nun Minister Darabos
1.000 Schreibtisch-Jobs wegkürzen möchte, wird er bald alleine da
sitzen. Dies ist nur ein Beispiel für zahllose falsche und unbedacht
geäußerte Einsparungsvorschläge, die allesamt nur Verunsicherung und
Frust unter den Bediensteten des Österreichischen Bundesheeres
bringen. Diese permanente Frustration der Bediensteten durch
Bundesminister Darabos muss schleunigst eine Ende finden!", so
Waldner.
Ein weiteres Beispiel ist die Ankündigung von Bundesminister
Darabos, in den Militärkommanden den Personalstand von 5.400 auf
4.000 zu reduzieren. "Mit den bereits umgesetzten Einsparungsplänen
wird der Personalstand mit 01. Dezember 2010 in allen
Militärkommanden 4.028 Bedienstete betragen, dabei sind sogar alle
Truppenübungsplätze mit eingerechnet! Die Zahlen sprechen für sich -
es ist Zeit, dass wir wieder zu Fakten und seriöser Diskussion
zurückkehren. Die politische Eigenprofilierung am Rücken unserer
Bediensteten muss ein Ende haben!", so Waldner weiter.
Darabos soll Sonderfinanzierung nicht nur ankündigen, sondern auch
ausverhandeln!
In diesem Zusammenhang forderte der oberste
Bundesheergewerkschafter Bundesminister Darabos auch auf, nicht nur
permanent sein eigenes Ressort zu kritisieren bzw. herunterzumachen,
sondern endlich für die österreichische Landesverteidigung
einzustehen. Es reiche nämlich nicht, heute großspurig in der
Tageszeitung "Heute" zu postulieren, er will "das Heer fit für die
Zukunft machen". Dazu brauche es mehr als nur flotte Sprüche. So
seien zum Beispiel auch seine Verhandlungen mit dem Finanzministerium
hinsichtlich einer Sonderfinanzierung im Rahmen eines nächsten
Konjunkturpaketes längst überfällig. Diese soll für notwendige
Kasernenrenovierungen sowie weitere Investitionsmaßnahmen verwendet
werden, erklärte Waldner. "Dies würde auch einen wichtigen Beitrag
zur Konjunkturbelebung darstellen und gleichzeitig zur
Einsatzfähigkeit des Bundesheeres beitragen. Ich fordere
Bundesminister Darabos auf, diese Sonderfinanzierung nicht nur
anzukündigen, sondern in Gesprächen mit Finanzminister Josef Pröll
auch tatsächlich einzufordern bzw. durchzusetzen. Unsere
Unterstützung dazu hat er jedenfalls!", sagte Waldner abschließend.
Rückfragehinweis:
Wilhelm Waldner, Vorsitzender
GÖD / Bundesheergewerkschaft
Tel.: +43 664 622 1262
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