- 26.11.2010, 11:47:28
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Stöger gibt Startschuss zur umfangreichen Spitalsreform
Österreichischer Strukturplan Gesundheit beschlossen - erster Schritt zur Planung über Landesgrenzen - 10 Millionen für gesündere Ernährung
Wien (OTS/BMG) - Gesundheitsminister Alois Stöger hat am Freitag
wie vor rund zwei Wochen angekündigt den Startschuss zur Umsetzung
seiner umfangreichen Pläne zur Spitalsreform gegeben: Stöger
präsentierte dem obersten Steuerungsgremium für Gesundheit, der
Bundesgesundheitskommission, Details seiner umfassenden Pläne für
mehr Effizienz und Transparenz im Spitalswesen. "Mein Plan orientiert
sich stark am Wohl der Patientinnen und Patienten: Was brauchen die
Menschen tatsächlich vor Ort - das ist die Frage, die im Mittelpunkt
dieser Reform steht", so Stöger.
Als ersten Schritt der Spitalsreform hat dieses Gremium, in dem die
wichtigsten Gesundheitspolitiker und Interessensvertreter versammelt
sind, den "Österreichische Strukturplan Gesundheit 2010" (ÖSG 2010)
beschlossen. Dieser sieht erstmalig eine koordinierte, überregionale
Planung der Gesundheitsversorgung durch Spitäler vor. Dadurch soll
die Effizienz der Spitäler gesteigert werden, indem die Leistungen
besser an den tatsächlichen Bedarf vor Ort angepasst werden.
Große, überregionale Referenzspitäler sollen komplexe Behandlungen in
höchster Qualität anbieten, kleine, wohnortnahe Krankenhäuser
gewährleisten die Grundversorgung. Diese sind auch für die
Erstversorgung zuständig und leiten die Patientinnen und Patienten
rasch zur richtigen Folgebehandlung durch Spezialisten weiter. Durch
Tages- und Wochenkliniken für geplante Behandlungen soll die
vorhandene Infrastruktur (wie z. B. Betten) durch mehrere
Fachrichtungen gemeinsam genutzt werden.
In Zukunft werden auch die ambulante Versorgung sowie die
Rehabilitation in die Rahmenplanung einbezogen. Spezielle
Versorgungsbereiche wie z.B. die Krebsbehandlung wurden zeitgemäß
modifiziert, Hospiz- und Palliativversorgung erstmals umfassend
definiert.
"Dies ist der erste Umsetzungsschritt meiner Spitalsreform", so
Stöger. "Ziel ist es, durch ein einheitliches
Bundes-Krankenanstaltengesetz einheitliche Rahmenbedingungen für ein
koordiniertes Zusammenspiel von Spitälern, Gruppenpraxen und
niedergelassenen Ärzten zu ermöglichen. Geld vom Bund soll nur noch
fließen, wenn sich die Spitäler an gemeinsam definierte Zielvorgaben
halten. Dadurch können wir die Kostenexplosion bei den Spitälern in
den Griff bekommen ohne einen einzigen Spitalsstandort zu schließen
oder Leistungen für die Patientinnen und Patienten einzuschränken",
so Stöger. Derzeit gibt es in Österreich ein Bundes- und neun zum
Teil sehr unterschiedliche Landesgesetze, die das Spitalswesen
regeln. Die Koordination über Landesgrenzen hinweg ist daher kaum
möglich.
10 Millionen Euro für bessere Ernährung
"Ich freue mich auch ganz besonders, dass heute eine wichtige
Entscheidung für die Gesundheitsvorsorge gefallen ist: Innerhalb der
nächsten drei Jahre werden 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt,
um erfolgreiche Pilotprojekte für gesündere Ernährung großflächig
umzusetzen. Die langfristige Verbesserung der Ernährung vor allem für
Kinder und Jugendliche ist eines der wesentlichen strategischen
Projekte für mich als Minister", so Stöger.
Mit dem Geld, das von der Bundesgesundheitsagentur aus dem Topf der
Vorsorgemittel zur Verfügung gestellt wird, soll das Angebot von
Kantinen und Buffets in Kindergärten, Schulen, Betrieben,
Krankenhäusern und Seniorenheimen verbessert werden. Dazu werden
mobile Beraterteams die Kantinenbetreiber besuchen, Videos und
Broschüren geben Tipps für ein gesünderes Angebot. Ein zweiter
Schwerpunkt liegt in der Ernährungsberatung für Schwangere, da schon
das Essverhalten der Mutter während der Schwangerschaft die
Ernährungsgewohnheiten und das Geschmacksempfinden der Kinder prägt.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Gesundheit Thomas Kvicala, Pressesprecher Radetzkystraße 2, 1030 Wien Tel.: +43/1/71100-4506 mailto:[email protected] http://www.bmg.gv.at
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