• 26.11.2010, 09:58:11
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Kulturministerin Claudia Schmied: Österreichischer Museumspreis 2009 geht an Alpenverein-Museum Innsbruck

Wien Museum - Römermuseum erhält Förderpreis, Museum Mechanische Klangfabrik Würdigungspreis

Wien (OTS) - Das Alpenverein-Museum Innsbruck wird heute, Freitag,
mit dem Österreichischen Museumspreis 2009 ausgezeichnet. Die
Überreichung des Dekrets durch SC Dr. Michael P. Franz, Leiter der
Kultursektion des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur,
findet im Rahmen eines Festaktes um 19 Uhr im Riesensaal der Hofburg
Innsbruck statt.

"Das Alpenverein-Museum Innsbruck stellt die Beziehung des Menschen
zum alpinen Raum in ihren wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und
philosophischen Zusammenhängen alle Sinne ansprechend eindrucksvoll
dar. Durch ein attraktives Präsentationskonzept wird das Thema in
seinen vielfältigen Facetten für die Besucherinnen und Besucher
erlebbar", sagt Kulturministerin Dr. Claudia Schmied über den
diesjährigen Preisträger. "Auch Archiv und Depot des Museums sind in
vorbildlicher Weise geführt. Mit der Verleihung des Österreichischen
Museumspreises 2009 wird dem Alpenverein-Museum Innsbruck höchste
Anerkennung seitens der Republik Österreich zuteil. Der Preis ist
Ausdruck der Wertschätzung und öffentlichen Wahrnehmung des
Alpenverein-Museums", so die Ministerin.

Der seit 1988 alle zwei Jahre zu vergebende Österreichische
Museumspreis soll die heimischen Museen anregen, ihre Inhalte,
Präsentation und Vermittlung ansprechend und zeitgemäß zu gestalten.
Neben dem mit 20.000 Euro dotierten Hauptpreis werden weitere
Auszeichnungen verliehen: Der mit 10.000 Euro dotierte
Förderungspreis geht an das Wien Museum - Römermuseum. Das Museum
Mechanische Klangfabrik in Haslach (OÖ) wird mit dem Würdigungspreis
(Dotierung 5.000 Euro) ausgezeichnet. Weiters vergibt die Jury
besondere Anerkennungsurkunden an das Dorfmuseum Mönchhof (BGLD) und
das Museum Humanum in Fratres (NÖ).

Das Alpenverein-Museum, das im kommenden Jahr sein hundertjähriges
Bestehen feiert, wurde 1911 in München gegründet und hat eine lange
Tradition. 1944 wurden die Bestände nach Tirol ausgelagert. Das
Alpenverein-Museum hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stets
weiterentwickelt, an einer zeitgemäßen Praxis des Ausstellens und
einer wissenschaftlich fundierten Aufarbeitung der eigenen Bestände
gearbeitet. In den letzten Jahren wurden große Teile der Sammlungen
des Österreichischen Alpenvereins inventarisiert und schrittweise
über das Internetportal des Historischen Alpenarchives
(www.alpenarchiv.at) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darüber
hinaus wurde ein neues Depot eingerichtet, das höchsten
konservatorischen Anforderungen gerecht wird. Seit Ende 2007 zeigt
das Museum die für die Dauer von fünf Jahren konzipierte Ausstellung
"Berge, eine unverständliche Leidenschaft" in der Hofburg Innsbruck.
Kultur- wie kunsthistorische Reflexionen zu alpiner Kultur, die
Geschichte des Bergsteigens und die Beziehung des Menschen zur Natur
werden veranschaulicht. Die Ausstellung wurde seit ihrer Eröffnung
von über 150.000 BesucherInnen gesehen.

Das Wien Museum - Römermuseum am Hohen Markt, wo sich vor fast 2000
Jahren Offiziershäuser des Lagers Vindobona befanden, präsentiert die
römische Stadtgeschichte Wiens. Es zeichnet sich durch seine
innovative bauliche Ausführung, klare gestalterische Strukturen und
ein vorbildliches inhaltliches Vermittlungskonzept aus.

Das Museum Klangfabrik in Haslach beinhaltet eine in dieser Form in
Österreich wohl einzigartige Sammlung von Musikautomaten, die die
Entwicklung automatischer Musikinstrumente vom 18. Jahrhundert bis in
die 1960er-Jahre repräsentiert. Im Rahmen der kulturellen Initiative
wurde eine stillgelegte Weberei restauriert und für künstlerische,
pädagogische und museale Zwecke adaptiert.

Das Dorfmuseum Mönchhof gibt einen großartigen Einblick in das
bäuerlich-dörfliche Leben im burgenländischen Heideboden im Zeitraum
zwischen 1890 und 1960. Rund 35 wiedererrichtete Gebäude machen in
einer schlüssigen Darstellung die sozioökonomischen Verhältnisse
dieses Zeitraumes für die BesucherInnen erlebbar.

Das Museum Humanum in Fratres verdeutlicht durch eine spannende
Dauerausstellung sowie durch seine Funktion als Kulturbrücke zum
tschechischen Nachbarn die Vielfalt der Kulturen seiner Regionen. Die
Facetten und Codes zeitgenössischer wie auch alter Kunst werden in
einem interessanten Gegenüber dargestellt und auf neue Ansätze hin
untersucht.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur,
Mag. Sigrid Wilhelm
Pressesprecherin
Tel.: +43-1-53120-5030
mailto:[email protected]

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