• 25.11.2010, 10:20:02
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Diabetes: Die Zukunft hätte schon beginnen müssen

38. ÖDG Jahrestagung kritisiert "eines der besten Gesundheitssysteme der Welt" und fordert ein entschlosseneres und kreativeres Vorgehen gegen die Volkskrankheit Diabetes Wien (OTS) - Prävention und Betreuung des Diabetes erhalten in Österreich schon seit Jahren die gleichen Analysen: mangelnde Betreuung, unzureichende Schulungsmaßnahmen, mehr Erkrankungen und steigende Kosten. Die Notwendigkeit der Prävention in allen Stadien des Diabetes ist auf Expertenebene längst erkannt. Trotz starker Bemühungen zur möglichst frühen Diagnose, der Förderung der Public Awareness und der Entwicklung eines Disease Management Programms (DMP) zur Vermeidung der Spätfolgen und Folgeerkrankungen werden derzeit nur 21.623 Diabetiker von 927 Ärzten im Rahmen des DMP betreut. Das ist eine völlig unzureichende Betreuungsdichte angesichts von geschätzten 600.000 Diabetikern, von denen 20% (d.h. 120.000!) an diabetischen Folgeerkrankungen bei klinischer Neumanifestation leiden. Warum handeln Akteure und Politik nicht entsprechend? Zentrale Forderungen, neue Ideen Diabetes Experten nutzten die Plenar-Diskussion der 38. ÖDG Jahrestagung vom 18. - 20. November in Salzburg, um nochmals einhellig und nachdrücklich zentrale Diabetes Forderun-gen zu artikulieren. Forderungen, die seit Jahren bekannt sind, wie die Umsetzung des 2005 beschlossenen Diabetesplans sowie jener Maßnahmen, die auf der EU Diabetes Konferenz 2006 ausgearbeitet wurden. Zudem verstärkte die 38. ÖDG Jahrestagung einen multidisziplinären und umweltbezogenen Kontext und zeigte neue kreative Strategien zur Prävention und Betreuung des Diabetes in Österreich. Die wesentlichsten Forderungen und Ideen: ~ - Flächendeckende, möglichst schnelle Umsetzung des DMP mit Implementierung eines bundesweit kompatiblen EDV Systems und zentraler österreichweiter Planung. - Keine Diskriminierung und Stigmatisierung adipöser (übergewichtiger) Personen. - Weg von Diskriminierungsmodellen, hin zu begleitenden Betreuungsmodellen. - Evidenzbasiertes Vorgehen in allen Bereichen der Adipositas: der Betreuung, der Therapie, der Prävention und der Bevölkerungsstrategien. - Sozialversicherungen müssen innovative Medikamente für Diabetes freigeben, wie sie sogar in Schwellenländern (wie z.b. Rumänien und Bulgarien) bereits allen zur Verfügung stehen - obwohl Österreich bezüglich der Pharmakosten zu einem der günstigsten Länder der EU zählt. - Eine akzeptable Blutzuckereinstellung ist nicht nur ein gesellschaftliches, sondern auch ein ethisches Gebot. - Die Lust und Freude an der Bewegung muss bereits in der Städteplanung und Architektur berücksichtigt werden. Gefordert ist eine "aktivierende Architektur", die zur Bewegung animiert. - Auf die Diabetes Prävention muss ein verstärktes Augenmerk gelegt werden, beginnend in Kindergärten und Schulen mit aktiver Einbeziehung aller Verantwortungsträger. ~ "Wir wollen nicht unnötig dramatisieren. Aber im Bereich Diabetes müssen wir noch viele wachrütteln!" sagt Univ. Doz. Dr. Raimund Weitgasser, Präsident der ÖDG. Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at Rückfragehinweis: Anja Kessler, Martschin & Partner GmbH, Public Relations, Albertgasse 1a, 1080 Wien, Tel. +43-1-409 77 20 DW 30, [email protected], www.martschin.com Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/5955/aom *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0083 2010-11-25/10:20 251020 Nov 10

Univ. Doz. Dr. Raimund Weitgasser, Präsident  Österreichische Diabetes Gesellschaft.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ODG

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