• 24.11.2010, 18:55:07
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Schuster bekräftigt Willen der Kirche zur Missbrauchs-Aufklärung

Wiener Generalvikar: Ombudsstellen und Opferanwaltschaft sind zu Gesprächen mit unabhängigen Opferinitiativen bereit

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Wien (OTS) - Wien, 24.11.10 (PEW) Die katholische Kirche in
Österreich will eine umfassende Aufklärung aller Missbrauchsfälle und
hat in den vergangenen Monaten das ihr Mögliche in Bewegung gesetzt,
um dieses Ziel zu erreichen. Das betonte der Wiener Generalvikar
Msgr. Franz Schuster im Hinblick auf die am Mittwoch von der
"Plattform für Betroffene kirchlicher Gewalt" bei einer
Pressekonferenz präsentierten Zahlen. Msgr. Schuster leitet die
Kommission der Österreichischen Bischofskonferenz zur Umsetzung der
kirchlichen Richtlinien gegen Missbrauch und Gewalt. Der Wiener
Generalvikar bekräftigte, die Kirche in Österreich habe nicht nur
ihre Fehler der Vergangenheit im Umgang mit den Opfern und Tätern
mehrfach einbekannt, sondern mit den eigenen Ombudsstellen und der
Unabhängigen Opferschutzanwaltschaft unter der Leitung von Waltraud
Klasnic die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass allen Opfern
individuell, rasch und angemessen geholfen wird.

Zum Stand der bisherigen Arbeit der Opferschutzanwaltschaft verwies
Schuster auf die vergangene Woche zum Abschluss der
Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz veröffentlichten Zahlen
(demnach wurden die kirchlichen Ombudsstellen seit Jahresbeginn von
1.142 Personen kontaktiert, nicht wenige hätten sich auch an die
Unabhängige Opferschutzanwaltschaft gewendet, bei der sich 652
Personen gemeldet hätten).

Schuster wiederholte den Appell der Opferschutzanwaltschaft, dass
sich Betroffene möglichst bis Jahresende bei den Ombudsstellen der
Diözesen oder bei der Anwaltschaft selbst melden sollen. Darüber
hinaus seien die betreffenden Einrichtungen zum Gespräch mit
unabhängigen Opferinitiativen bereit und hätten solche Gespräche auch
bereits geführt.

Was die Einrichtung staatlicher Opferschutz-Kommissionen betrifft,
habe die Kirche mehrfach die Schaffung solcher Einrichtungen begrüßt
und sich in keiner Weise - wie von manchen dargestellt - dagegen
ausgesprochen. Daher sei es sehr erfreulich, dass einige Bundesländer
inzwischen solche Kommissionen eingerichtet haben, so Schuster.
(ende)

Rückfragehinweis:
Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel. 0664/515 52 69
E-Mail: [email protected]

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