• 24.11.2010, 11:55:33
  • /
  • OTS0139 OTW0139

Frauenministerin Heinisch-Hosek: Bei Gender Mainstreaming ist das Glas nicht mehr halb leer, sondern halb voll

Festakt anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Interministeriellen Arbeitsgruppe für Gender Mainstreaming und Gender Budgeting

Wien (OTS) - "Die Herausforderung der Zukunft liegt darin, Gender
Mainstreaming und Gender Budgeting in der Verwaltungsroutine zu
verankern", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek beim
Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Interministeriellen
Arbeitsgruppe für Gender Mainstreaming und Gender Budgeting.

Gender Mainstreaming ist die Strategie zur Gleichstellung von Frauen
und Männern in allen Gesellschaftsbereichen. Die Bundesregierung hat
sich bereits im Jahr 2000 verpflichtet, diese Strategie in alle
politischen Konzepte einfließen zu lassen. Im Zentrum des
Umsetzungsprozesses steht die Interministerielle Arbeitsgruppe für
Gender Mainstreaming. In dieser Arbeitsgruppe sind seit 2000 alle
Bundesministerien, der Verfassungsgerichtshof, der
Verwaltungsgerichtshof, der Rechnungshof, die Volksanwaltschaft sowie
die Parlamentsdirektion durch Ressortbeauftragte vertreten. Seit 2007
ist auch eine Vertreterin der Bundesländer eingebunden. Die
Frauensektion im Bundeskanzleramt übt die Geschäftsführung aus.

Diese Arbeitsgruppe habe in den letzten Jahren im Öffentlichen Dienst
viel an Bewusstseinsarbeit geleistet und in der Führungsebene
vielfach schon ein Umdenken erreicht. "Ich würde sagen, das Glas ist
nicht mehr halb leer, sondern halb voll", so die Frauenministerin.
Die Gender-Beauftragten müssten aber weiter gestärkt werden, damit
Gender Mainstreaming strukturell besser verankert und im täglichen
Handeln selbstverständlich werde.

"Ein Meilenstein in der Umsetzung von Gender Mainstreaming war die
Verankerung von Gender Budgeting in der Verfassung. Darum beneiden
uns viele andere Staaten", sagte Heinisch-Hosek. Die
geschlechtergerechte Verteilung der öffentlichen Mittel könne der
Schlüssel zur Verwirklichung der tatsächlichen Gleichstellung von
Frauen und Männern werden. "Die große Herausforderung besteht nun
darin, effektive Wirkungsziele für die Budgetgesetze zu formulieren.
Denn dafür ist noch viel Wissen und Know-How nötig."

Es gehe dabei nicht nur um die Gleichstellung von Frauen und Männer
an sich, es gehe auch um eine bessere Qualität in der Verwaltung und
in der Wirtschaft. "Überall dort, wo Frauen ihren gerechten Anteil
haben, zeigen sich bessere Ergebnisse. Gendergerechtigkeit ist auch
eine Chance für die Volkswirtschaft und für unseren künftigen
Wohlstand", schloss Heinisch-Hosek.

Rückfragehinweis:
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Mag. Dagmar Strobel
Tel.: (01) 531 15 - 2149
mailto:dagmar.strobel@bka.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel