• 24.11.2010, 09:27:28
  • /
  • OTS0040 OTW0040

GLOBAL 2000 begrüßt: EU Kommission plant Verbot von Bisphenol A in Kinderfläschchen

Erster Schritt in die richtige Richtung - Beschränkung auf Trinkfläschchen nicht ausreichend - BM Stöger muss angekündigtes BPA-Verbot für alle kindernahen Produkte umsetzen

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt den
ersten Schritt der EU-Kommission gegen den Einsatz der
hormonähnlichen Chemikalie Bisphenol A (BPA). Einem Exklusiv-Bericht
von "Food Quality" zu Folge beabsichtigt die EU-Kommission nun ein
europaweites, allerdings nur auf Trinkfläschchen beschränktes, Verbot
der Chemikalie. "Ein erstes Zeichen, dass endlich ein Umdenken in die
richtige Richtung stattfindet. Doch um dem Gesundheitsrisiko durch
BPA wirklich entgegenzuwirken, muss diese hormonell wirksame
Chemikalie in allen Lebensmittel-Kontaktmaterialien verboten werden",
fordert Daniela Hoffmann, Chemieexpertin von GLOBAL 2000.
Laut Insiderinformationen haben sich die Lobbyingaktivitäten der
chemischen Industrie auf Brüsseler Ebene bereits verstärkt.
"Chemiekonzerne und LebensmittelproduzentInnen bangen jetzt um die
unbeschränkte Nutzung des billigen Chemikalie Bisphenol A. Die
Industrie versucht nun jegliche Einschränkung der Verwendung von
Bisphenol A abzuwenden. Die Europäische Kommission täte gut daran die
Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen, statt wie bisher
hauptsächlich die Interessen der Industrie", so Hoffmann.

ZTL.: BM Stöger muss weitergehendes Verbot verhängen

Österreich ist in dieser Hinsicht schon einen Schritt voraus. Nach
einer Kampagne von GLOBAL 2000 kündigte Bundesminister Alois Stöger
bereits im September ein nationales Verbot von Bisphenol A in allen
kindernahen Produkten an. "Minister Stöger muss jetzt das
versprochene BPA-Verbot auch umsetzen. Denn auf EU-Ebene ist in
absehbarer Zeit keine Regelung zu erwarten, die dem Vorsorgeprinzip
Rechnung trägt", so Hoffmann. Die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte nach monatelanger Verzögerung
letztlich im September einen industriefreundlichen Bericht zur
Sicherheit von Bisphenol A in Lebensmittelverpackungen verfasst.
Lediglich ein Mitglied des befassten ExpertInnengremiums der EFSA
räumte gewisse Zweifel an der Sicherheit der Chemikalie ein. "Die
kürzlich bekannt gewordene Nähe der EFSA-ExpertInnen zur chemischen
Industrie, setzen diese Risikobewertung von BPA allerdings in ein
sehr schlechtes Licht. Der Verdacht, dass sich die Industrie
günstigen Risikobewertungen kauft, liegt nahe", kommentiert Hoffmann.

ZTL.: Studien belegen, Höchstwert ist nicht sicher

Zahlreiche unabhängige Studien belegen, dass Bisphenol A bereits in
Mengen weit unter dem gesetzlich geregelten Höchstwert der erlaubten
Tagesdosis negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben
kann. Die Chemikalie steht unter dringendem Verdacht ins menschliche
Hormonsystem einzugreifen und dadurch die Gesundheit zu gefährden.
Aufgrund der hormonähnlichen Wirkung von Bisphenol A müssen besonders
Kinder und schwangere Frauen vor der Aufnahme von Bisphenol A
geschützt werden.

Die Aufnahme von Bisphenol A erfolgt hauptsächlich über mit der
Chemikalie in Kontakt gekommene Nahrungsmittel. Aufgrund der
kostengünstigen Produktion und Verarbeitung findet Bisphenol A in
polymerisierter Form als Polycarbonat Plastik und Epoxidharz
zahlreiche Anwendung in alltäglichen Gebrauchsgegenständen und
Lebensmittelverpackungen.

Food Quality Bericht:
http://www.foodqualitynews.com/Public-Concerns/European-Commission-wa
nts-ban-on-bisphenol-A-in-baby-bottles

PA Stöger 24.9.2010:
http://www.bmg.gv.at/cms/site/presse_detail.html?channel=CH1031&doc=C
MS1285325482718

Rückfragehinweis:
Jens Karg, Tel.: 0699 14 2000 20 Simonne Baur, Tel.: 0699 14 2000 23 [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GLL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel