- 22.11.2010, 14:06:39
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LR Martinz: Ohne Novelle keine Perspektive im Tourismus
Kärntens Fremdenverkehrsgesetz ist 50 Jahre alt, verstaubt und schwerfällig. Reorganisation bringt klare Aufgaben, weniger Bürokratie und Konzentration auf Kernaufgaben
Klagenfurt (OTS) - "Die verfehlte Tourismuspolitik der letzten
Jahre lag nur in Händen oranger bzw. blauer Tourismusreferenten
(Reichhold, Freunschlag, Grasser, Reichhold, Pfeifenberger, Haider,
Dörfler), oranger Tourismusdirektoren (Bucher, Mares Rossmann),
oranger Eventmanager (Rossmann ?, Anton) und eines abhängigen Kärnten
Werbung-Chefs. Die Scherben, die diese auf Eigenmarketing
konzentrierte Truppe mit tatkräftiger Unterstützung der SPÖ
hinterlassen hat, räumen wir derzeit auf", sagt heute LR Josef
Martinz.
Denn immerhin hat die SPÖ jedem Budget der Kärnten Werbung
zugestimmt. "Was passiert, wenn man jahrelang nichts tut, belegen die
Zahlen und der Strukturendschungel im Tourismus", weist Martinz hin.
Auch Kärntens Fremdenverkehrsgesetz sei in die Jahre gekommen und
bedarf einer dringenden Entschlackungskur. Laut Martinz gibt es
derzeit 340 Mitarbeiter in öffentlichen Organisationen wie Gemeinden,
Tourismusverbänden, den Regionen und der Kärnten Werbung, die sich
mit Tourismus beschäftigen. "Es kann nicht jeder alles tun. Wir
müssen die Armada der Mitarbeiter professionalisieren, die jeweiligen
Aufgaben neu definieren, um Parallelstrukturen aufzuheben und
brachliegende Kapazitäten zu nutzen", erklärt Martinz.
Bei einem Treffen in der letzten Woche mit dem Gemeindebund seien
alle Punkte des neuen Gesetzes diskutiert worden und sei auch ganz
klar geworden: Kärnten braucht ein neues Fremdenverkehrsgesetz. Auch
die Kärnten Werbung, die Regionen, die Wirtschaftskammer und
Gemeindeabteilung sowie die Uni sind in den Reformprozess
eingebunden. Übereinstimmend haben sich alle Beteiligten für ein
neues Gesetz ausgesprochen.
Ziel eines neuen Tourismusgesetzes sei es laut Martinz, festgefahrene
Strukturen zu reorganisieren, den bürokratischen Aufwand drastisch zu
reduzieren und alle Beteiligten - von der Gemeinde bis hin zur
Kärnten Werbung - auf ihre Kernaufgaben einzuschwören. "Ein FV-Gesetz
darf die Betriebe und Organisationen nicht behindern. Es muss
Zuständigkeiten und Mittelflüsse einfach regeln", so Martinz.
Die Beseitigung von Doppelgleisigkeiten, klare Aufgabenteilungen und
ein zielgerichteter Fluss der Mittel seien laut Martinz die
wichtigsten Maßnahmen im neuen Gesetz. "Weg mit der Bürokratie, die
auch noch Geld verschlingt. Klare Strukturen sind notwendig, damit
wir uns auf die Kernaufgabe, die Vermarktung, konzentrieren können",
hält Martinz fest.
Das neue Gesetz soll auch die Regionen und Verbände stärker als
direkte Partner für die Betriebe definieren und die Gemeinden
entlasten. Derzeit gibt es keine klare und einheitliche Regelung über
Rechte und Pflichten zwischen Regionen und Gemeinden. "Die Verbände
und Regionen müssen wir stärken, die Gemeinden entlasten. Es muss
nicht jede Gemeinde selbst auf Messen unterwegs sein", weist Martinz
hin. Die Gemeinden selbst seien für die Basis-Infrastruktur vor Ort
verantwortlich.
Neues schwebt Martinz auch beim Geldfluss vor, denn wer derzeit
Abgaben leistet, habe derzeit keinen Einfluss darauf, wie die Mittel
eingesetzt werden. Außerdem werde das Abgabenaufkommen laut Martinz
derzeit im Kreis geschickt. "Das Geld darf nicht der Bürokratie zum
Opfer fallen. Wir brauchen jeden Cent am Markt", betont Martinz. Es
gebe Modelle anderer Bundesländer, wie beispielsweise Salzburg, die
auch auf Kärnten übertragbar wären und wonach Tourismusverbände bzw.
Unternehmer vor Ort ein deutliches Mitspracherecht bei der Aufteilung
der Mittel hätten. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Volkspartei
Tel.: +43 (0)463 5862 14, Fax: +43 (0)463 5862 17
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