SPÖ Kärnten: "Wir müssen etwas bewegen, damit sich im Land Kärnten etwas bewegt"

Kärnten Konferenz: SPÖ Kaiser formulierte sechs Forderungen für künftige poltische Arbeit. "FPKÖVP stehen für Vergangenheit - die Zukunft heißt SPÖ!"

Klagenfurt (OTS) - Gestern, Freitag, fanden sich bei der ersten Kärnten Konferenz der SPÖ Kärnten über 300 Delegierte im Stadtsaal Feldkirchen ein um sich über die aktuellen Entwicklungen der Partei zu informieren und in einen gemeinsamen Dialog zu treten. Eingangs stellte Landesgeschäftsführer LAbg. Hans-Peter Schlagholz die Organisationsentwicklung der Partei vor, die sich an der stärksten Ressource der SPÖ orientiert - den Menschen. "Die Zeit der losen Räder ist vorbei, die einzelnen Organisationen der SPÖ greifen wie ein Präzisionsuhrwerk ineinander. Bis zum Jahr 2014 wird es bereits 250 Absolventen der Nachwuchsakademie geben, die in das aktuelle Politgeschehen eingebunden werden und absolute Zukunftshoffnungen sind", so Schlagholz.

SPÖ Parteivorsitzender LHStv. Peter Kaiser formulierte sechs Forderungen, die für die Kärntner Politik in Zukunft zu lösen seien. "Die SPÖ Kärnten fordert einen Mindestlohn in Höhe von 1.300 Euro bei einer Vollbeschäftigung - jeder Mensch in Kärnten soll wissen, dass seine Arbeit etwas wert ist! Zweiter Punkt ist eine gemeinsame Erziehung und Bildung für fünf bis 14-Jährige. Dritter Punkt ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die ich in den Schlagworten ?Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? festmache. Vierter Punkt ist ein klares Ja zu gelenkter Migration und ein Nein zu billiger Polemik gegen Ausländer. Mit dem fünften Punkt spreche ich die Gesundheitsversorgung der Kärntnerinnen und Kärntner an, die sich in für alle gleicher Qualität darstellen muss. Und der sechste Punkt ist eine politische Lösung der Ortstafelfrage, die in der Verfassung verankert ist", so Kaiser. Der derzeit vorherrschende Zweiparteienabsolutismus von FPK und ÖVP sei für Kärnten nicht mehr tragbar und werde bei den Wahlen in spätestens drei Jahren gemeinsam mit den Kärntnerinnen und Kärntnern gebrochen werden, ist sich Kaiser sicher.

Kaiser wie auch Landesrätin Beate Prettner richteten einen Appell an die Bundesregierung, bei der Budgeterstellung keine Einsparungen im Sozialbereich durchzuführen. Prettner: "Unsere Familien sind die Basis unseres Lebens, Budgetkosmetik darf nicht auf deren Rücken stattfinden". In ihrer Rede betonte Prettner, dass die SPÖ stolz sein könne nicht "part of the game" zu sein, sondern mit qualitativ hochwertiger Sachpolitik punktet. "Moral und Anstand sind bei FPK und ÖVP mittlerweile ganz verloren gegangen, was uns nicht zuletzt das Vorgehen in der KABEG beweist. Hier wurde auf Kosten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Patientinnen und Patienten ein blau-schwarzer politischer Machtrausch ausgelebt - dagegen gilt es als SPÖ aufzutreten", so Prettner.

Als Vertreter der Bundespartei fand sich Nationalratsabgeordneter Christoph Matznetter ein, der zu aktuellen Themen Stellung bezog. Besonders hob Matznetter hervor, dass es nicht nur bei der Budgeterstellung sondern auch in der täglichen politischen Arbeit darauf ankäme einige Punkte in den Vordergrund zu stellen. "Gesundheit, Soziales, Bildung und Arbeit sowie alle anderen gesellschaftspolitischen Bereiche müssen in unser tägliches politisches Handwerk eingeflochten sein", so Matznetter. Das Hauptaugenmerk müsse auf der Zukunft liegen, betonte Matznetter. "Wir müssen Perspektiven schaffen für jeden einzelnen Lebensbereich der Menschen - das ist unser politischer Auftrag", sagte Matznetter. Die SPÖ habe es nicht notwendig sich in populistischen Ankündigungen zu verlieren, sondern stehe nach wie vor für solide Arbeit die sich nach den Interessen der Bevölkerung richtet.

Einen Überblick über die aktuellen Themenstellungen der fünf Arbeitsforen der SPÖ Kärnten gaben deren Vorsitzende Günther Goach (Arbeit, Wirtschaft und Soziales), Jakob Strauß (Kommunales), Ana Blatnik (Frauen und Familie), Michael Raunig (Jugend) und Herwig Seiser (Netzwerke und Generationen).

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