• 19.11.2010, 21:20:42
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Bildungspolitik: Unsinn als Prinzip (von Claudia Grabner)

Ausgabe 20. Nov. 2010

Klagenfurt (OTS) - Es ist schon sehr viel Kreativität
erforderlich, um in eine Verländerung der Bildung irgendeinen Sinn
hineinzuphantasieren. Abgesehen vom parteipolitischen Sinn, den die
ÖVP frivol verfolgt: Deren Länderfürsten wollen sich Einfluss und
Pfründe sichern. Wenn es anders nicht sein kann, dann eben auf dem
Rücken der Zukunft des Landes. Das geht offenbar am leichtesten -
auch dank einer Lehrerlobby, die sich einen Jux daraus macht, jeden
Bildungsminister verhungern zu lassen ... Dass sich jetzt auch
Vizekanzler Josef Pröll geoutet hat und an der Seite seiner
(übermächtigen) LHs zum Halali auf die Bildungspolitik bläst, war
höchste Zeit. Bislang hat er das hinter den Kulissen getan. Sollte
der Rest des Landes zu schwach sein, sich gegen den ÖVP-Unsinn zu
stemmen, ist es jedenfalls aus und vorbei mit jedweder
Bildungsreform. Dann macht sich jedes Land seine eigenen
Schulstrukturen und - nebenher - alle Direktoren (über die der
Landesfürst entscheidet) gefügig - und pfeift auf die Direktiven der
Ministerin. Die könnte man dann sowieso abschaffen. Es sei denn, man
braucht sie als Prellbock, wenn Bildungspolitik endgültig nicht mehr
an Skurrilität zu überbieten sein wird ...

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
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Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]

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