Fehlerkultur in der Medizin

AUVA beteiligt sich an IMABE-Symposium über Fehlerkultur in der Medizin am 19. und 20. November in Wien

Wien (OTS) - Unter dem Motto "Vertrauen sichern, Verantwortung übernehmen, Kommunikation fördern" veranstaltet das Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) in Kooperation mit der AUVA, der Österreichischen Ärztekammer und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger Österreichs am 19. und 20. November ein Symposium, an dem namhafte Experten verschiedener Fachrichtungen brisante Fragen zum Thema Fehlerkultur in der Medizin diskutieren. Bekanntlich wurde erst vor kurzem einem Patienten eine gesunde Niere statt der kranken entfernt.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass es durchschnittlich bei ein bis vier Prozent aller Krankenhausbehandlungen zu unerwünschten Ereignissen kommt. Einer weiteren Untersuchung zufolge könnten annähernd 50 Prozent dieser Zwischenfälle durch funktionierende Fehlermelde- und Präventionssysteme vermieden werden.

Irren ist menschlich. Fehler können passieren und nicht immer verhindert werden. Umso wichtiger ist es, im gegebenen Fall richtig mit ihnen umzugehen und aus ihnen zu lernen. Die AUVA sieht es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben, vorbeugend tätig zu sein. Dazu gehört auch die Verhinderung von vermeidbaren Fehlern in der Behandlung der PatientInnen in ihren Unfallkrankenhäusern und Rehabilitationszentren. Zu diesem Zweck hat die AUVA für ihre Einrichtungen ein eigenes Patientensicherheitssystem namens CIRPS (Critical Incident Reporting & Prevention System) entwickelt, und dieses im UKH Graz als Pilotkrankenhaus für alle medizinischen Einrichtungen der AUVA bereits eingeführt.

Primäres Ziel von CIRPS ist es, das Wissen um "Beinahefehler" und kritische Ereignisse in die ständige Optimierung von Arbeitsprozessen einfließen zu lassen, damit Fehler gar nicht erst passieren. CIRPS unterscheidet sich von anderen Meldesystemen durch die Mitarbeiternähe, den hohen Anteil nicht anonym eingebrachter Meldungen und den hohen Umsetzungsgrad der Erkenntnisse in die tägliche Arbeit. Gewährleistet wird dies durch die Einfachheit des Systems, ein spezielles Vertrauensteam (Safety Board) und die strukturierte Zusammenarbeit mit der Kollegialen Führung.
Das Patientensicherheitssystem CIRPS wurde vor kurzem mit einer Nominierung für den Steirischen Qualitätspreis Gesundheit ausgezeichnet.

Das IMABE-Symposium bietet eine wertvolle Orientierung für alle im Gesundheitsund Spitalsbereich Tätigen in ihrem gemeinsamen Anliegen der Verbesserung der Patientensicherheit und -zufriedenheit. Achtung: Freier Zugang für akkreditierte Journalisten. Medienservice:
Kurzzusammenfassungen der Vorträge, Kontaktdaten zu den ReferentInnen sowie weitere Informationen zum Symposium unter
http://www.imabe.org/index.php?id=1392

Über die AUVA

Bei der AUVA sind rund 4,5 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 420.000 Selbständige sowie 1,3 Millionen Schüler und Studenten. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, da die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten senkt.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Susanne Kummer
IMABE - Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik
Landstraßer Hauptstraße 4/13, A-1030 Wien
Tel.: +43-1-715 35 92
Mobil: +43 (0) 650 909 18 21
Email: skummer@imabe.org

Rückfragen speziell zu CIRPS:
Dr. Wilfried Friedl
AUVA - Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
Tel.: +43 -1-331 11-530
Email: wilfried.friedl@auva.at

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