BZÖ-Spadiut: Prävention muss leitendes Prinzip im Gesundheitswesen sein

"Spitäler sollen sich zunehmend auf ihre Kernaufgabe - die stationäre Versorgung der Patienten - konzentrieren können"

Wien (OTS) - "Nachdem sich schon der Gesundheitsminister dem BZÖ-Vorschlag angeschlossen hat und die Spitäler unter Bundeshoheit führen will, ist nun auch der Hauptverband der Sozialversicherungen auf unseren langjährigen Vorschlag aufgesprungen", stellte heute BZÖ-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Wolfgang Spadiut fest. "Angekündigt wurde nun genug, jetzt muss endlich eine umfassende Reform angegangen werden; dabei muss die Prävention künftig das leitende Prinzip im Gesundheitswesen sein", so Spadiut.

Ganz erfreut zeigte sich der BZÖ-Gesundheitssprecher auch, dass der Vorstandsvorsitzende des Hauptverbandes, Hans Jörg Schelling, die Vorsorge ausbauen möchte. "Für uns ist die Prävention das leitende Prinzip im Gesundheitswesen, das muss nun auch der Gesundheitsminister umsetzen. Prävention statt Reparaturmedizin war schon das Motto einer BZÖ-Klausur vor knapp zwei Jahren. Für Präventivmedizin werden nämlich nur rund 1,9 Prozent des gesamten Gesundheitsbudgets eingesetzt. Mit zusätzlichen Investitionen in diesem Bereich könnte man sich Kosten für spätere teure Behandlungen ersparen", erklärte Spadiut. "Gerade der Erhalt der natürlich gegebenen Gesundheit ist von enormer Wichtigkeit. Schon in den Schulen müssen die Jugendlichen für mehr Sport begeistert werden".

Der BZÖ-Gesundheitssprecher verlangte auch die Zusammenlegung der 22 Krankenkassen unter Bundeshoheit zu einer "Sozialversicherung Austria" und die Öffnung der Spitalsambulanzen außerhalb der Dienstzeiten für niedergelassene Ärzte.

Die Spitäler sollen sich zunehmend auf ihre Kernaufgabe - die stationäre Versorgung der Patienten - konzentrieren können, verlangte Spadiut. Die ambulante Behandlung sollte im Zusammenspiel mit niedergelassenen Fachärzten und Allgemeinmedizinern erfolgen. Als dringend nötig sieht Spadiut aber auch die Zusammenlegung der maroden Krankenkassen. Er will eine einzige sparsame Einrichtung mit flacher Hierarchie unter der Einbeziehung aller Spitäler mit der Finanzierung aus einer Hand. Dabei könnten auch endlich die Bundesländergrenzen fallen. Neben dem schlanken Verwaltungsaufwand ist für Spadiut auch ein zentraler Einkauf und damit verbunden geringere Kosten für Material und Medikamente ein zwingendes Argument für die Zusammenlegung aller Spitäler und Kassen in einer Hand.

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