ÖSTERREICH: Folter-Vorwürfe gegen Wiener Lehrer

Lehrer verklebte afghanischem Schüler an Integrationsschule den Mund - "Pädagoge" weiter im Dienst

Wien (OTS) - Unglaubliche Entgleisung eines Lehrers an einer
Schule in Wien Margareten: Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Freitagausgabe berichtet, verklebte der Mathematik- und Werklehrer David G. dem aus Afghanistan stammenden Flüchtlingskind Sorab den Mund, weil der Jugendliche im Unterricht durch Schwätzen gestört hatte.

Der Lehrer zeigte den Vorfall - von dem ÖSTERREICH von Eltern der betroffenen Schule informiert wurde - selbst beim Direktor der Bacher-Schule an. Die Konsequenzen für die Folter-Aktion gegen den 13-Jährigen (der nach einem Minen-Unfall nur ein Bein hat und eine Prothese trägt): Der Lehrer wurde nur abgemahnt.

Das bestätigt Direktor Leopold Plasch im Interview mit ÖSTERREICH:
"Er wurde nicht suspendiert und unterrichtet weiter. Es ist das erste Mal, dass so etwas passiert ist. Sollte so etwas erneut vorkommen, wird er entlassen."

Der Lehrer entschuldigte sich bei den Eltern seines Opfers, die daraufhin auf einen Anzeige verzichteten. Der Bub ist nun in einer anderen Werkgruppe und hat eine anderen Werklehrer. Der Pädagoge muss nun zur Therapie bei einer schulinternen Psychagogin.

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0002