Präs. Andrea Gottweis: Familienbund fordert Rücknahme des Familienbelastungspaketes

Familiengipfel muss Durchbruch bringen

Wien (OTS) - "Beim Familiengipfel müssen endlich "Nägel mit Köpfen" gemacht werden und das Belastungspaket für Familien zurückgenommen werden", forderte heute die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes Andrea Gottweis.

Der Defacto-Wegfall der 13. Familienbeihilfe bedeutet vor allem für Mehrkindfamilien schmerzhafte finanzielle Einbußen. Gottweis erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Familienbeihilfe ohnehin seit dem Jahr 2000 nicht mehr wertangepasst worden ist und die 13. Familienbeihilfe eine Art Kompensation war.

Bezugsdauer Familienbeihilfe beibehalten

Als besondere Härte bezeichnet die Familienbundpräsidentin die Verkürzung der Bezugsdauer der Familienbeihilfe auf 24 Jahre. Der Familienbund wurde in den letzten Wochen mit Beispielen vieler Familien konfrontiert, wo studierende Kinder auch in der Mindeststudienzeit nicht mit 24 Jahren ihr Studium beenden können. Auch hier treffen Streichungen zielgenau Familien, die mehrere Kinder im Studium haben.

Mehrkindfamilien überdurchschnittlich armutsgefährdet

Die Streichung des Mehrkindzuschlages für Familien mit drei und mehr Kindern ist ein weiteres Indiz dafür, dass das Familienbelastungspaket vor allem Familien mit mehreren Kindern, die ohnedies armutsgefährdet sind, besonders schadet. Wenn sich die Bundesregierung zu einer Politik bekennt, die dafür sorgen soll, dass mehr Kinder auf die Welt kommen, dann ist es kontraproduktiv den Mehrkindzuschlag zu streichen, betonte Gottweis.

Abschließend erinnerte die Familienlobbyistin daran, dass Familien die Leistungsträger der Gesellschaft sind. Familien wollen keine Geschenke vom Staat, sondern eine gerechte Behandlung, wie zum Beispiel ein familiengerechtes Steuersystem.

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