• 18.11.2010, 09:00:30
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Göltl: Finanzbildung wesentlich für effizienten Verbraucherschutz

Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister setzt mit Abgeordneteten-Lunch im EU-Parlament neue Impulse

KommR Wolfgang K. Göltl, Obmann der Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Wien, Geschäftsführer Georg Plesnik MBA MSc. und Burkhard Balz, Mitglied des Europäischen Parlaments (Mitte) diskutieren Strategien für den Zusammenschluss europaweiter Netzwerke zur Förderung von nationalen Initiativen im Bereich der Finanziellen Allgemeinbildung.

Wien (OTS) - Einen dringenden Nachholbedarf an finanzieller
Allgemeinbildung ortet der Obmann der Wiener Finanzdienstleister,
KommR Wolfgang K. Göltl und regt eine pan-europäische Strategie zur
Etablierung der finanziellen Allgemeinbildung innerhalb der
Mitgliedstaaten an: "Informationspflichten verfehlen ihr Ziel, wenn
Konsumenten nicht in der Lage sind, die ihnen vorgelegten
Informationen in ihrem ganzen Ausmaß nachzuvollziehen."

Die Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister setzt damit ihre
Initiative auf EU-Ebene im Bereich der finanziellen Allgemeinbildung
fort: Denn diese ist als Teil des Verbraucherschutzes zu sehen und
umfasst mehrere Disziplinen - insbesondere in Hinblick auf die
zahlreichen neuen Vorschriften im Finanzdienstleistungsbereich, die
nicht nur auf eine bessere Harmonisierung und Regulierung der
Finanzmärkte, sondern vor allem auch auf eine Verbesserung der
"consumer " bzw. "investor protection" hinzielen.

Die verschärfte gesetzliche Verpflichtung zur Aufklärung der
Konsumenten in der Finanzberatung steht in deutlichem Kontrast zum
meist geringen Finanzwissen der zu Beratenden. Umfassende
Informationspflichten, die seitens der Konsumentenvertretungen zum
Schutz der Verbraucher gefordert und gesetzlich verankert wurden,
bringen daher auch nicht den gewünschten Erfolg: Kunden fühlen sich
oftmals aufgrund mangelnder Finanzbildung von der Flut an
Informationen überfordert, wodurch diese - auch noch so ambitionierte
- gesetzliche Regelung ihr Ziel nachhaltig verfehlt.

Aufgrund der Versäumnisse der Bildungspolitik wird
Finanzdienstleistern derzeit oftmals umfassende Aufklärungsarbeit
abverlangt, mit der sie mangelndes Finanzwissen jedoch nur sehr
begrenzt wettmachen können. Denn je höher der Wissensstand eines
Konsumenten bereits bei einem Beratungsgespräch ist, desto besser
kann der - zu verständlicher Beratung verpflichtete -
Finanzdienstleister das Finanzportfolio auf die Bedürfnisse und Ziele
seines Kunden zuschneiden, da auch die Einbeziehung komplexerer
Produkte mit höheren Renditechance möglich ist.

Um EU-Abgeordnete verstärkt für dieses Thema zu sensibilisieren,
lud Fachgruppenobmann KommR Wolfgang K. Göltl in seiner Funktion als
Delegierter für europäische Angelegenheiten zu einem Fachgespräch ins
EU-Parlament. Die Veranstaltung fand unter der Schirmherrschaft von
Burkhard Balz, CDU-Abgeordneter im Europäischen Parlament, statt. Im
Mittelpunkt standen die Bedeutung der finanziellen Allgemeinbildung
unter den Aspekten der Finanzkrise sowie des Verbraucher- und
Anlegerschutzes. Alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass gerade
in Hinblick auf die Nachhaltigkeit des europäischen Pensionssystems
Finanzbildung immer mehr an Bedeutung gewinne. Einigkeit herrschte
auch in Bezug auf die Notwendigkeit einer pan-europäischen Strategie
zur Etablierung der finanziellen Allgemeinbildung innerhalb der
Mitgliedstaaten.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Wien
Fachgruppe Finanzdienstleister
E-Mail: [email protected]
Tel.: 01/514 50 - DW 3733

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