- 16.11.2010, 12:12:16
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NÖ-Unternehmer und AUVA stehen für Qualität & Effizienz Finanzierungssituation der AUVA erfordert Reformen
AUVA-Römer: "Reformen notwendig, um Qualität und Effizienz sicherstellen zu können"

Wien/St. Pölten (OTS) - Die AUVA - finanziert durch
Pflichtbeiträge der Unternehmerinnen und Unternehmer - behandelt in
ihren Einrichtungen österreichweit rd. 88 % Freizeit- und nur 12 %
Arbeitsunfallopfer. Dabei fallen Freizeitunfälle nicht unter ihren
gesetzlichen Auftrag.
Im Rehabilitationszentrum Weißer Hof in Klosterneuburg werden pro
Jahr ca. 1.500 Patienten behandelt, wobei hier auch schwerstverletzte
Patienten mit Querschnittlähmungen oder Schädel-Hirn-Traumata von
ausgezeichneten Mitarbeitern mit höchstem Know-how betreut werden. Im
Rehabilitationszentrum Weißer Hof ist der Anteil
der Patienten nach Arbeitsunfällen mit 55 Prozent deutlich höher als
in den Unfallkrankenhäusern der AUVA, da hier eine gezieltere
Zuweisung möglich ist. Im Unterschied dazu liegt der Anteil der
Arbeitsunfälle bei den stationären Patienten in den Wiener
Unfallkrankenhäusern nur bei ca. 12%.
Reformen notwendig, um Qualität und Effizienz sicherstellen zu können
Für die Behandlung von Freizeitunfällen in den
Unfallkrankenhäusern bekommt die AUVA von den Krankenkassen nur ein
Viertel ihrer Aufwendungen abgegolten. Darüber hinaus muss die AUVA
auch für die Behandlung von Arbeitsunfällen in anderen Krankenhäusern
einen unangemessen hohen Pauschbetrag (2009 in der Höhe von rund 170
Mio. Euro) bezahlen.
Die dadurch entstehende jährliche Unterdeckung von rd. 290 Mio.
Euro muss von der AUVA und somit den Unternehmerinnen und
Unternehmern getragen werden. Diese leisten mit ihren Beiträgen - und
somit den Leistungen der AUVA - einen unverzichtbar großen Beitrag
zum Funktionieren des österreichischen Gesundheitssystems. Und das
weit über die gesetzlich festgelegten Pflichten hinaus.
Auch im Rehabilitationsbereich ist die AUVA mit einer Schieflage
der Finanzierung konfrontiert: derzeit erfolgt der Kostenersatz durch
die Krankenkassen nicht kostendeckend. Darüber hinaus ist der
Kostenersatz aller anderen Träger in Summe nicht leistungsgerecht.
Dieser ist dzt. ein sog. "Mischsatz", mit dem - unabhängig von der
Schwere der Verletzungen - sämtliche Rehabilitationsaufwendungen als
bezahlt gelten.
Diese Situation ist für die AUVA unbefriedigend und überdies ist
dieses System intransparent, da für mehr Leistung auch mehr Geld zur
Verfügung stehen sollte. Um eine faire Abgeltung der Leistungen zu
erlangen, entwickelt die AUVA gerade ein Kostenmodell, das den
Tagsatz nach Schweregraden differenziert.
Kooperationsmodelle und Standortanalyse als wichtige Schritte gesetzt
Darüber hinaus geht die AUVA mit der internen Prozessoptimierung
und der Standortanalyse für alle Einrichtungen mit gutem Beispiel
voran. Trotz der laufenden Reformprojekte der AUVA stößt die
Finanzierung der Unfallversicherung, aber auch des gesamten
Gesundheitssystems, an ihre Grenzen. "Es kann nicht sein, dass die
Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich und auch hier in
Niederösterreich über die Rehabilitation die Krankenkassen
quersubventionieren müssen", so AUVA-Obmann KommR Renate Römer. "Wir
fordern daher eine vernünftige Gesamtlösung und eine klare
Abgeltung der AUVA-Leistungen."
WKNÖ-Präsidentin Zwazl: Niederösterreichs Unternehmen leisten
unverzichtbaren Beitrag für die Gesundheitsversorgung
"Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer leisten einen
unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren der gesundheitlichen
Versorgung", betont Sonja Zwazl, die Präsidentin der
Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ). "Ohne ihre sozialen
Anstrengungen wäre diese hervorragende Versorgung nicht möglich." Die
rund 80.000 niederösterreichischen Unternehmen nehmen durch ihre
innerbetrieblichen Anstrengungen im Bereich der Unfallverhütung oder
im Gesundheitsmanagement, aber eben vor allem auch mit ihren
finanziellen Aufwendungen für die AUVA (1,4 % der Bruttolohnsumme)
eine große soziale Verantwortung wahr. Denn das
Rehabilitationszentrum Weißer Hof und auch die für Niederösterreich
wichtigen Unfallkrankenhäuser Meidling und Lorenz Böhler in Wien, die
alle drei von der AUVA betrieben werden, werden überwiegend aus den
Unfallversicherungsbeiträgen finanziert, die alleine die Arbeitgeber
bezahlen.
Allein am Weißen Hof wurden etwa bei einer durchschnittlichen
Verweildauer der Patientinnen und Patienten von 45 Tagen im Vorjahr
in Summe rund 67.000 Pflegetage registriert.
Über die AUVA
Bei der AUVA sind rund 4,5 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 420.000 Selbständige
sowie 1,3 Millionen Schüler und Studenten. Prävention ist dabei die
vorrangige Kernaufgabe der AUVA, da die Verhütung von Unfällen und
die Vorbeugung von Berufskrankheiten die Kosten für die drei weiteren
Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle
Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten senkt.
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Rückfragehinweis:
Dr. Elisabeth Leeb AUVA Pressesprecherin Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien Tel: +43 1 33 111 - 962, Mobil: +43 664 808 69 170 mailto:[email protected] Christian Buchar Wirtschaftskammer Niederösterreich Kommunikationsmanagement Landsbergerstraße 1, 3100 St. Pölten Tel: +43 2742 851-14600 mailto:[email protected]
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