• 16.11.2010, 12:00:11
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41 Prozent der Arbeitszeit in Österreich unproduktiv: Managementfehler als "Produktivitätskiller" an oberster Stelle

Wien (OTS) - In den Jahren 2008 und 2009 ist die Produktivität
weiter gesunken. Nach 84 Tagen im Jahr 2008 gehen aktuell bereits 91
Arbeitstage pro Jahr und Mitarbeiter in Österreich unproduktiv
verloren. Für diese Entwicklung hauptverantwortlich sind
Managementfehler und unzureichende Ressourcenplanung. Ein
Produktivitätsniveau von nur 33 verlorenen Arbeitstagen wäre
erreichbar, ergibt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung
Czipin Consulting.

Die Produktivitätsstudie des Beratungsunternehmens Czipin
Consulting offenbart hohe Effizienzverluste und massive
Managementfehler in Österreichs Unternehmen. "Das Ergebnis der Studie
ist ernüchternd und zeigt, dass im Durchschnitt bei allen Unternehmen
im vergangenen Jahr rund 41 Prozent der Arbeitszeit unproduktiv
verwendet wurden", resümiert Studienautor und Produktivitätsberater
Mag. Alois Czipin. Das sind bei einer Berechnungsgrundlage von 220
Arbeitstagen 91 Arbeitstage Leerlauf pro Jahr und Mitarbeiter. Somit
ist eine dramatische Verschlechterung des bereits negativen Trends
der vergangenen Jahre klar erkennbar. "Die Produktivität ist 2009 um
weitere drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das ist
schlecht für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich", so
Czipin.

Pro Jahr und Arbeitsplatz 91 Tage Leerlauf

Während sich das Produktivitätsniveau in den 90er-Jahren von einem
unproduktiven Anteil von 49 Prozent im Jahr 1992 auf 38 Prozent im
Jahr 1998 zunächst positiv entwickelte, stagniert diese Entwicklung
seither beziehungsweise ist sogar leicht rückläufig. Im Jahr 2007 lag
der Anteil unproduktiver Arbeitszeit bei 36 Prozent. 2008 stieg der
Wert auf 38 Prozent und erreicht aktuell besorgniserregende 41
Prozent. Übertragen auf die Jahresarbeitszeit von 220 Tagen bedeutet
dies, dass bei jedem Mitarbeiter bereits 91 Arbeitstage unproduktiv
verstreichen. Ein wesentlicher Grund für die negative
Produktivitätsentwicklung ist die Tatsache, dass viele Betriebe nach
wie vor mit personellen Überkapazitäten arbeiten und ihre wahren
Produktivitätsreserven gar nicht kennen.

Managementfehler sind "Produktivitätskiller" und Hauptursache für
Produktivitätsverluste

An erster Stelle der "Produktivitätskiller" liegen unangefochten
hausgemachte Managementfehler. Die Studie weist nach, dass schlechte
operative Planung und Steuerung sowie zu wenig Führung für rund 64
verlorene Arbeitstage in österreichischen Unternehmen verantwortlich
sind. Dies entspricht einem Anteil von mehr als zwei Dritteln der
identifizierten Produktivitätsverluste und stellt damit laut Czipin
den wesentlichen Ansatzpunkt für die dringend notwendigen
Verbesserungen dar. "Es gibt akuten Handlungsbedarf für die
Führungsmannschaften heimischer Unternehmen."

Der kürzeste Weg zur Hebung von Produktivitätsreserven ist die
Umkehr des Verhältnisses von Administrations- und Führungsaufgaben.
"40 Prozent proaktive Führung, 25 Prozent reaktive Führung, 15
Prozent Training und Coaching und 20 Prozent Administration wäre die
wünschenswerte Einteilung der Arbeitszeit für Manager", so die
Empfehlung von Dr. Werner Girth, Managing Partner von Czipin
Consulting. Und Czipin ergänzt: "Im Positiven wie im Negativen:
Nichts hat stärkere Hebelwirkung als die Einstellung und das
Verhalten der Führungskräfte!" Der Schlüssel liegt im richtigen
Delegieren von administrativen Tätigkeiten und einem verstärkten
Fokus auf operative Themen.

Diagnose: Großes Potenzial für Produktivitätssteigerungen

Um die wahren Gründe für Produktivitätsverluste zu erkennen, ist
eine intensive und detaillierte Analyse der Unternehmen unerlässlich.
Basierend auf dieser detaillierten Auseinandersetzung und unter
Einbeziehung der Ziele und Strategien, müssen die
maßnahmenorientierte Planung und Steuerung des Unternehmens definiert
werden. Dies stellt auch die Grundlage für proaktives Führen dar.
Produktivität ist für Czipin "eine der umfassendsten
Herausforderungen für Führungskräfte. Ein korrigierter Führungsfokus
und die Vermeidung banaler Managementfehler könnten problemlos zehn
Prozent Steigerung produzieren!" Ein Produktivitätsniveau von 85
Prozent gilt als ambitionierter, aber durchaus realistischer Wert für
Österreichs Unternehmen.

Über die Produktivitätsstudie von Czipin Consulting

Im Zuge der Beratungstätigkeit von Czipin Consulting wurden in den
Jahren 2008 und 2009 mehr als 400 Einzelstudien in österreichischen
Unternehmen zum Thema Produktivität durchgeführt. Dafür wurde in 4200
Beobachtungsstunden die exakte Produktivität einzelner Arbeitsplätze
einen Tag lang detailliert erfasst und systematisch ausgewertet.

Über Czipin Consulting

Czipin Consulting, gegründet 2003, ist das führende
österreichische Produktivitäts-Beratungsunternehmen. Der spezielle
Beratungsansatz von Czipin Consulting beruht darauf, die Leistung von
Mitarbeitern, das Führungsverhalten und das Managementsystem parallel
zu optimieren. Basierend auf einer extensiven Analyse und
Auseinandersetzung mit den Zielen, Strategien und den
umsetzungsorientierten Maßnahmen, werden die zukunftsorientierte
Planung und Steuerung des Unternehmens definiert. Trainingsmaßnahmen
für Manager und eine konsequente Hilfestellung für die interne und
externe Kommunikationspolitik runden das Angebot von Czipin
Consulting ab.

Weitere Informationen finden Sie auf www.czipin.com.

Rückfragehinweis:
Peter Felsbach, Kobza Integra Public Relations & Lobbying GmbH,
+43 1 522 55 50 16, [email protected]

Die gesamten Presseunterlagen können Sie hier downloaden: ftp://kobzaintegra:[email protected]

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