- 15.11.2010, 09:53:32
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ORF-Abhöraffäre - BZÖ-Petzner fordert die sofortige Suspendierung von Pius Strobl
ORF durch Volksaktie in die Freiheit und Unabhängigkeit entlassen.
Wien (OTS) - Der stellvertretende Klubobmann und Mediensprecher
des BZÖ, Stefan Petzner, fordert im Zuge der Abhöraffäre rund um die
letzte Sitzung des ORF-Stiftungsrates umfassende Aufklärung und die
sofortige Suspendierung von ORF-Kommunikationschef Pius Strobl. "Dass
ein Kommunikationsverantwortlicher die Direktoren des ORF und
Journalisten durch Mitarbeiter bespitzeln lässt, ist inakzeptabel.
Generaldirektor Wrabetz muss sofort handeln, auch um nicht in den
Verdacht zu geraten, Strobl beauftragt zu haben. Mit der an
diktatorische Regime erinnernden Vorgangsweise Strobls ist der Ruf
der ORF massiv beschädigt worden. Was für Wrabetz bei Oberhauser
gegolten hat, muss auch bei Strobl gelten", so Petzner.
Das Chaos im ORF zeige aber eines deutlich: "Wirkliche
journalistische, politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit kann
nur dann erreicht werden, wenn der Staat und die Politik sich aus dem
Unternehmen völlig zurückziehen. Das haben gerade die letzten Tage
und die Abwahl-Posse um Elmar Oberhauser wieder eindrucksvoll
gezeigt. So lange der ORF am Tropf des Steuerzahlers hängt, hängt er
am Gängelband der Parteien. Und so lange dieser Zustand andauert,
wird der ORF weiter an Image und Kompetenz und vor allem an Sehern
und Hörern verlieren", sagt der stellvertretende Klubobmann des BZÖ
und Mediensprecher NRAbg. Stefan Petzner und spricht sich daher für
eine Entpolitisierung des ORF durch eine Privatisierung aus.
Konkret schlägt der Mediensprecher vor, den ORF durch Auflage einer
Volksaktie in die Freiheit und Unabhängigkeit zu entlassen. Petzner:
"Eine Volksaktie für die Hörer und Seher statt der unsinnigen
Zwangsgebühren wäre eine echte Alternative zum derzeitigen System und
eine kluge und wegweisende medienpolitische Weichenstellung. Ein ORF
des Volkes für das Volk, anstatt eines ORF der Parteien für die
Parteien. Das ist eine echte Vision und Zukunftsperspektive. Und
Visionen und Zukunftsperspektiven braucht es gerade jetzt und in
dieser dramatischen Situation für den ORF", betont Petzner.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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