- 12.11.2010, 12:03:46
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APA-OTS Politikanalyse: Marek-Nachfolge gestaltet sich schwierig
Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der
meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (05. bis 11.
November 2010) erreicht Vizekanzler Josef Pröll die erste Position.
Staatssekretärin Christine Marek folgt auf Rang zwei, Bundeskanzler
Werner Faymann belegt den dritten Platz.
Vizekanzler Josef Pröll (Rang eins, 564 Nennungen) kündigt an,
noch diese Woche über die Nachfolge der scheidenden
Familienstaatssekretärin Christine Marek (Rang zwei, 413 Nennungen)
entscheiden zu wollen. Nach der Absage von
Wirtschaftskammervizepräsidentin Martha Schultz (Rang 29, 71
Nennungen) gestaltet sich die Suche nach geeigneten Kandidatinnen
schwierig, da innerhalb der ÖVP verschiedene Landesgruppen und Bünde
den Posten für sich beanspruchen. Pröll betont in Richtung eigener
Partei, dass für die Nachfolge Mareks nur die Qualifikation und nicht
die Herkunft zählt. Christine Marek wird sich in Zukunft
ausschließlich auf die Arbeit im Wiener Gemeinderat und auf die
Leitung der Wiener ÖVP konzentrieren.
Der Landeshauptmann von Oberösterreich Josef Pühringer (Rang vier,
307 Nennungen) zeigt sich über das Scheitern des Westring-Gipfels mit
Verkehrsministerin Doris Bures (Rang elf, 187 Nennungen) enttäuscht.
Pühringer möchte Bures Forderung nach einer Alternative nicht
akzeptieren. Als nächsten Schritt wird er Bundeskanzler Werner
Faymann (Rang drei, 396 Nennungen) in die Pflicht nehmen. Mit ihm und
Vizekanzler Josef Pröll soll weiter verhandelt werden.
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl (Rang fünf, 254 Nennungen)
sorgt mit seinem Vorschlag über ein Anreizsystem, das Arbeiten über
den frühestmöglichen Pensionsantritt hinaus finanziell fördern soll,
für große mediale
Aufmerksamkeit. Bei der Bundesregierung stößt Leitls Vorschlag auf
wenig Gegenliebe. Vizekanzler Josef Pröll lehnt den Vorschlag ab,
Bundeskanzler Werner Faymann möchte dazu keinen Kommentar abgeben. Er
verweist auf die Gespräche, die Sozialminister Rudolf Hundstorfer
(Rang 15, 148 Nennungen) derzeit in Sachen Pensionen führt.
Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Heinz
Fischer, Bundespräsident (Rang zehn, 213 Nennungen); Josef Ackerl,
SPÖ (Rang 21, 116 Nennungen); Norbert Darabos, SPÖ (Rang 23, 101
Nennungen); Ewald Nowotny, OeNB (Rang 26, 90 Nennungen); Heinz
Schaden, SPÖ (Rang 27, 83 Nennungen); Johannes Hahn, EU-Kommission
(Rang 28, 82 Nennungen); Hannes Gschwentner, SPÖ und Martha Schultz,
WKÖ (beide Rang 29, je 71 Nennungen).
In dieser Woche sind die ÖVP und die SPÖ mit jeweils elf
Politikerinnen und Politikern in der Wertung präsent. Die Grünen, die
FPÖ und die FPK stellen je einen Akteur. Das BZÖ ist mit keinem
Politiker in der Wertung vertreten. Außerdem unter den Top-30:
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und
Wirtschaftskammervizepräsidentin Martha Schultz, sowie
Bundespräsident Heinz Fischer, der Gouverneur der Österreichischen
Nationalbank Ewald Nowotny und EU-Kommissar Johannes Hahn.
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den
OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/politik kostenlos abrufbar.
MediaWatch-Report Politik
Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag.
Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs
Spitzenpolitikerinnen und -politikern werden grafisch übersichtlich
aufbereitet und auf einen Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut
analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale
politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen
Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben
Radio-Nachrichtensendungen.
Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen
Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform
APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter
www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter
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