- 11.11.2010, 12:43:28
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Diabetes Typ 2 Programm seit vier Jahren erfolgreich in Niederösterreich
Mehr als 4.000 Patienten in Niederösterreich nehmen an Therapie Aktiv teil
Wien (OTS) - Knapp vier Jahre ist es her, dass die NÖ Ärztekammer,
das Land NÖ und die NÖ Gebietskrankenkasse zunächst in der
Modellregion Waldviertel das "Disease Management Programm Diabetes
Mellitus Typ 2 - Therapie Aktiv", kurz DMP DM 2, gestartet haben.
Etwa zwei Jahre später erfolgte eine schrittweise Ausweitung auf das
gesamte Bundesland Niederösterreich. Dr. Johann Jäger, Vizepräsident
der NÖ Ärztekammer und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, ist
selbst Hausarzt und war einer der ersten Ärzte in Niederösterreich,
die am Programm teilnahmen: "Mittlerweile sind mehr als 4.000
Diabetiker in das standardisierte Behandlungsprogramm eingeschrieben.
Der eigentliche Vorteil für den Patienten liegt in der Behandlung
beim Arzt seines Vertrauens in der Ordination. Früher mussten die
Patienten für zwei Wochen ins Krankenhaus, um ihre Schulungen
durchzuführen. Dabei wurden sie aus ihrer Umgebung herausgerissen und
mit Wissen überfrachtet. Diese Art der Schulung ist nicht
alltagstauglich. Die Folge war, dass die anschließende Umsetzung im
Alltag oftmals scheiterte. Beim DMP DM 2 ist dies anders. Der Patient
wird von seinem Hausarzt betreut. Er kann seinen Alltag wie gewohnt
gestalten. Die langfristige und nachhaltige Lebensumstellung ist
dadurch wesentlich erfolgreicher."
Zwitl.: Unterbrechung des Programms brachte Optimierung im Ablauf
Doch der Weg zur jetzigen Situation war nicht einfach. Der
Präsident der NÖ Ärztekammer, Dr. Christoph Reisner, erklärt warum:
"Im Herbst letzten Jahres hat sich der Vorstand der NÖ Ärztekammer
gegen eine Weiterführung des Projektes entschieden, weil die
Bedingungen reformbedürftig waren. Wir wollten ein Zeichen setzen, um
lange geforderte Verbesserungen umzusetzen. Nach intensiven
Verhandlungen ist es gelungen, einige unserer Vorschläge zu
übernehmen und damit die Attraktivität des Programms zu erhöhen."
Schwerpunkt von Therapie Aktiv ist die strukturierte koordinierte
Langzeitbetreuung. "Dazu kommt, dass die Patienten Ziel- und
Kontrollvereinbarungen gemeinsam mit ihrem Arzt festlegen. Diese
werden in regelmäßig festgelegten Abständen kontrolliert. Diese
Elemente des Qualitätsmanagements tragen wesentlich zum Erfolg des
Programms bei. Auch müssen bestimmte Untersuchungen in gewissen
Abständen wiederholt werden. Damit können die betreuenden Ärzte den
Krankheitsverlauf besser beobachten und evaluieren. Die
Strukturiertheit des Programms soll sicherstellen, dass die an der
chronischen Krankheit Diabetes Mellitus leidenden Patienten
kontinuierlich betreut werden. Die Praxis zeigt uns, dass Therapie
Aktiv die Betreuung des Diabetespatienten erleichtert, aber auch
umgekehrt den Patienten die Therapie wesentlich erleichtert wird", so
Dr. Jäger abschießend.
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Ärztekammer für Niederösterreich
Mag. Birgit Jung
Tel.: 01/53 751-623
mailto:[email protected]
www.arztnoe.at
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