• 11.11.2010, 09:27:02
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Marek: Österreich braucht offene Märkte und verlässliche Handelsregeln

EU-Handelsminister berieten bei einem informellen Treffen die künftige Handelspolitik der EU

Brüssel (OTS/BMWFJ) - "Eine stark exportorientierte
Volkswirtschaft wie die österreichische benötigt offene Märkte und
verlässliche internationale Handelsregeln. Maßnahmen zum Abbau von
Handelsbarrieren in Drittländen sind daher von zentraler Bedeutung",
so Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für
Wirtschaft, Familie und Jugend, am Mittwoch beim informellen Treffen
der EU-Handelsminister in Brüssel. Zentrales Thema dieser
Zusammenkunft war die am Tag davor offiziell vorgestellte Mitteilung
der Europäischen Kommission zur künftigen Handelspolitik der EU.

Marek plädierte dafür, in der Regulierungspraxis der EU sensibler
auf den internationalen Kontext einzugehen und den eigenen
Unternehmen zu helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Für
Österreich habe der Abschluss der WTO-Doha-Runde nach wie vor oberste
Priorität. Parallel dazu sollten die Verhandlungen über
Freihandelsabkommen fortgesetzt und die Handels- und
Investitionsbeziehungen mit den anderen großen Volkswirtschaften der
Welt - insbesondere USA, China, Japan und Russland - intensiviert
werden, betonte die Staatssekretärin. Österreich sei bei all dem auch
daran interessiert, auf Ressourceneffizienz und nachhaltiges Wachstum
zu achten. Besonders zustimmend äußerte sich Marek zum Vorschlag der
Kommission, sich künftig stärker mit den Belangen kleiner und
mittlerer Unternehmen zu befassen und sie zu unterstützen, wenn sie
ihre internationalen Tätigkeiten ausbauen wollen.

Die von den Handelsministern diskutierte "Mitteilung an das
Europäische Parlament, den Rat, den europäischen Wirtschafts- und
Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen: Handel, Wachstum und
Weltgeschehen - Handelspolitik als Kernbestandteil der EU-Strategie
Europa 2020" ist ein Kernbestandteil der Außendimension der Strategie
Europa 2020, die auf intelligentes, nachhaltiges und integratives
Wachstum abzielt. Dieser Mitteilung war ein umfassender
Konsultationsprozess vorangegangen, der im Juni/Juli 2010 stattfand
und an dem sich alle interessierten Personen, Organisationen und
Länder beteiligten konnten. Die Europäische Kommission erhielt im
Rahmen des Konsultationsprozesses Beiträge aus 37 Ländern (davon 23
EU-Mitgliedstaaten, einschließlich Österreich). Die Vorschläge zur
künftigen Handelspolitik bringen eine Präzisierung und Aktualisierung
bisheriger Ziele, wobei der dreifache Nutzen der Liberalisierung des
Handels hervorgehoben wird: Wirtschaftswachstum, Verbrauchervorteile,
Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Ziel ist es, die
Wettbewerbsfähigkeit der EU-Unternehmen und damit den Anteil der EU
am Welthandel trotz des steilen Aufstiegs der Schwellenländer zu
wahren (2015 werden 90 Prozent des globalen Wachstums außerhalb
Europas generiert werden).

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft,Familie und Jugend
   Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl
   Tel.: +43 (01) 711 00-5838
   
   Presseabteilung: Dr. Harald Hoyer
   +43 (01) 711 00-2058
   [email protected]
   www.bmwfj.gv.at

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