Energiepolitik des Landes auf guten Weg gebracht

Lösungskonzept für Neuausrichtung in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz

Bregenz (OTS/VLK) - Das angepeilte Ziel der Energieautonomie und
die zunehmende Verknüpfung von Klimaschutz und Energiespar- bzw. Energieeffizienzfragen haben zu einer breiten Diskussion um eine Neugestaltung und Neuorientierung der energie- und klimapolitischen Maßnahmen in Vorarlberg geführt. Die daran beteiligten Akteure haben im Lenkungsausschuss "Energiezukunft Vorarlberg" ein Lösungskonzept erarbeitet, das heute, Mittwoch, nach Diskussion im energiepolitischen Landtagsausschuss von Landesrat Erich Schwärzler mit Vertretern der VKW, des Energieinstituts und der vier Landtagsparteien im Landhaus vorgestellt wurde.

"Vorarlberg ist aufgrund vieler erfolgreicher Initiativen in Sachen Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger und Klimaschutz heute eine energiepolitische Modellregion. Es ist das Verdienst vieler engagierter Menschen, Institutionen, Unternehmen und Gemeinden, dass wir angesichts der künftigen energie- und klimapolitischen Herausforderungen nicht bei Null beginnen müssen, sondern bereits auf einem guten Weg unterwegs sind", sagte Landesrat Schwärzler.

Im Zentrum des heute präsentierten Konzeptes steht ein künftiges Haus der Energie, das die illwerke/VKW-Gruppe in Bregenz-Weidach errichten möchte. Hintergrund des Projektes ist der Weg in Richtung Energieautonomie sowie die künftige Weiterentwicklung des Unternehmens vom reinen Energieversorger zum vielfältigen Energiedienstleister, so Vorstandsdirektor Ludwig Summer. Das Haus der Energie soll Sitz einer neuen Energieeffizienz-Gesellschaft sein, an der neben den VKW (51 Prozent) auch das Land, die Wirtschaftskammer, das Energieinstitut und die FH Vorarlberg beteiligt sein werden. Die wissenschaftliche Leitung der Gesellschaft soll der Inhaber des VKW-Stiftungslehrstuhls an der FHV übernehmen.

Auch das VKW-Kundenzentrum und der Bereich Energieeffizienz und Alternativenergien werden ins künftige Haus der Energie übersiedeln. Darüber hinaus können dort auch andere Betriebe, die am Ziel Energieautonomie mitwirken, ansiedeln. Sie bleiben auch an diesem Standort als eigenständig erkennbar. Bis 2013 soll das Haus der Energie bezugsfertig sein.

Das Energieinstitut bleibt eine selbständige und unabhängige Einrichtung mit dem Auftrag, weiter eine Vordenkerfunktion für sinnvollen Energieeinsatz und erneuerbare Energieträger zu übernehmen und Beratung, Forschung und Begleitung zu diesen Themen wahrzunehmen. Zwischen Energieinstitut und VKW wird eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden. Am Standort in Dornbirn könnten durch die Überlegungen der FHV in Richtung eines Vollstudienganges "Energieeffizienz" zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten entstehen. Geschäftsführer Adi Groß wird Mitte kommenden Jahres aus dem Energieinstitut ausscheiden und sich auf die Leitung des neuen Fachbereiches Energie, Klimaschutz und effiziente Ressourcennutzung im Amt der Landesregierung konzentrieren.

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